Hunderte bei Impf-Demo in Chemnitz: Pyro-Attacke auf Polizisten!

Chemnitz - Wieder Impf-Protest auf Sachsens Straßen! Am Montagabend versammelten sich Hunderte Menschen in Chemnitz, Freiberg, Zwickau und dem Vogtland, um gegen eine mögliche Impfpflicht zu demonstrieren.

Hunderte Menschen "spazierten" am Montagabend in Chemnitz durch die Straßen. Sie protestierten gegen die aktuellen Corona-Regeln und eine mögliche Impfpflicht.
Hunderte Menschen "spazierten" am Montagabend in Chemnitz durch die Straßen. Sie protestierten gegen die aktuellen Corona-Regeln und eine mögliche Impfpflicht.  © Haertelpress

In Chemnitz startete die Impf-Demo gegen 18 Uhr am Theaterplatz. "Stoppt die Impfpflicht" und "Stoppt den 2G-Irrsinn" war auf den Demo-Schildern der Teilnehmer zu lesen.

Kurz nach 18 Uhr setzte sich der Protest-Zug mit etwa 400 Personen in Richtung Innenstadt in Bewegung. Auf der Straße der Nationen erhielt die Demo weiter Zulauf, berichtet die Polizei.

Da der Protest nicht genehmigt war, forderten die Beamten die Demonstranten auf, die Veranstaltung aufzulösen - vergeblich! "Alle polizeilichen Ansprachen wurden konsequent ignoriert", so ein Polizeisprecher.

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Letztlich waren es etwa 2500 Menschen, die durch die Chemnitzer Innenstadt "spazierten". Am Alten Rathaus löste sich die Demo gegen 19.30 Uhr schließlich auf.

Laut Polizei blieb es friedlich - bis auf einen Zwischenfall: Drei junge Männer, 18, 20 und 21 Jahre alt, bewarfen Beamte in Zivil in der Brückenstraße mit Pyrotechnik. Bei der Attacke wurde ein Polizist leicht verletzt. Das Trio wurde von der Polizei geschnappt und muss nun mit Anzeigen rechnen.

Tausende Menschen auf Freibergs Straßen: Impf-Demo bleibt friedlich

In Freiberg gingen am Montagabend Tausende Menschen auf die Straße. Offenbar waren auch Personen aus dem medizinischen Bereich auf der Impf-Demo.
In Freiberg gingen am Montagabend Tausende Menschen auf die Straße. Offenbar waren auch Personen aus dem medizinischen Bereich auf der Impf-Demo.

Auch in Freiberg waren am Montagabend Hunderte Menschen auf der Straße. Laut Polizei liefen die Demonstranten gegen 18 Uhr vom Bebelplatz über die Chemnitzer Straße bis in die Innenstadt.

Etwa 3000 Teilnehmer kamen laut Polizeiinformationen zusammen. Unter den Demonstranten waren offenbar auch Personen aus der Pflege, für die eine Impfpflicht bereits ab Mitte März gelten soll. Auf einem Plakat war zu lesen: "Impfpflicht NEIN Danke. Wir pflegen mit ❤️".

Auch in Freiberg blieb der "Spaziergang" friedlich. "Ebenso ohne Vorkommnisse verlief eine ortsfeste, angezeigte Versammlung unter dem Motto 'Miteinander für Demokratie - gegen Corona' mit rund 100 Teilnehmern auf dem Obermarkt sowie eine Versammlung gegen die Impfpflicht auf der Petersstraße mit rund 120 Teilnehmern", so ein Polizeisprecher.

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In Waldheim, Burgstädt, Frauenstein, Flöha, Frankenberg und Döbeln fanden ebenfalls Corona-Demos statt. Zu Ausschreitungen kam es nicht.

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Auch in Plauen gingen Hunderte Menschen gegen die Corona-Regeln und eine drohende Impfpflicht auf die Straße.
Auch in Plauen gingen Hunderte Menschen gegen die Corona-Regeln und eine drohende Impfpflicht auf die Straße.  © Ellen Liebner

Im Vogtland kam es am Montagabend ebenfalls zu Impf-Demos. In Plauen versammelten sich gegen 18.30 Uhr rund 60 Personen, die an einer angemeldeten Demo teilnehmen wollten. Kurz nach 19 Uhr kamen dazu etwa 550 Menschen von einem unangemeldeten Protest.

"Von ein paar Zwischenrufen auf beiden Seiten abgesehen, blieb die Begegnung friedlich", so die Polizei.

In Zwickau ein ähnliches Bild: Fast 1000 Personen versammelten sich auf dem Hauptmarkt, "spazierten" anschließend durch die Innenstadt. Auch hier blieb die Demo friedlich. Nur ein Protestler, der den "Spaziergang" unangemeldet mit einer Drohne filmte, muss nun mit einer Anzeige rechnen.

Und: Eine Rednerin verglich den Status von Ungeimpften mit Verfolgten des Dritten Reiches. "Eine strafrechtliche Relevanz wird auch hier derzeit geprüft", heißt es von der Polizei.

Weitere unangemeldete Corona-Demos fanden in Adorf, Auerbach, Klingenthal, Glauchau, Limbach-Oberfrohna, Werdau und Crimmitschau statt.

Die mögliche allgemeine Impfpflicht spaltet das Land. Mehrere Politiker befürworten das Knallhart-Gesetz, so auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) oder Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD), andere, wie FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (69), sind dagegen. Schon bald soll der Bundestag über eine allgemeine Impfpflicht entscheiden. In Sachsen sind die Politiker noch uneinig, was eine Impfpflicht angeht.

Titelfoto: Haertelpress

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