Nach Abriss-Ärger in Chemnitz: Rathaus lässt Behelfsbrücke bauen

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Chemnitz - Dieser Abriss sorgte für Ärger: Weil die Stadt eine Fußgängerbrücke in Chemnitz-Altendorf abreißen ließ, müssen Anwohner jetzt einen Mega-Umweg in Kauf nehmen, um auf die andere Seite des Pleißenbachs zu kommen. Nach massiven Protesten lenkt das Rathaus nun ein. Eine Alternativ-Brücke soll entstehen.

Diese Fußgängerbrücke wurde vergangene Woche abgerissen. Nun müssen Anwohner einen großen Umweg in Kauf nehmen, um auf die andere Seite des Pleißenbachs zu gelangen.
Diese Fußgängerbrücke wurde vergangene Woche abgerissen. Nun müssen Anwohner einen großen Umweg in Kauf nehmen, um auf die andere Seite des Pleißenbachs zu gelangen.  © Ralph Kunz

Um auf die andere Seite den Pleißenbachs zu kommen, müssen die Anwohner der Erzbergerstraße nun einen Umweg von mehr als einem Kilometer in Kauf nehmen. Ärgerlich - vor allem für Kinder, die die Emanuel-Gottlieb-Flemming-Schule auf der anderen Seite besuchen.

Anwohner gingen daher auf die Barrikaden, auch Grüne und Linke machten der Stadt Druck. Das hat offenbar geholfen. Wie die Stadt am heutigen Mittwoch mitteilt, wird die Brücke "Am Stadtgut" für Passanten nutzbar gemacht.

"Dies ermöglicht dann einen direkten Durchgang vom Gutsweg zur Limbacher Straße durch das aktuelle Baufeld hindurch", heißt es von der Stadt.

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Zusätzlich soll dafür gesorgt werden, dass die Fußgänger sicher durch die Baustelle geleitet werden. "Bis Ende Oktober soll diese fußläufige Verbindung freigegeben werden", heißt es weiter.

Für Stadtrat Thomas Scherzberg (61, Linke) ist das allerdings nur eine geringfügige Verbesserung, da die Anwohner der Erzbergerstraße dennoch einen Umweg haben.

Aufatmen in Chemnitz-Altendorf: Behelfsbrücke wird bis Ende November gebaut

An dieser Stelle soll im bis Ende November eine Not-Brücke gebaut werden. Dann können Anwohner der Erzbergerstraße wieder schnell auf die andere Seite laufen.
An dieser Stelle soll im bis Ende November eine Not-Brücke gebaut werden. Dann können Anwohner der Erzbergerstraße wieder schnell auf die andere Seite laufen.  © Ralph Kunz

Viel mehr begrüßt Scherzberg einen weiteren Kompromiss der Stadt. Bis Ende November soll an der Erzbergerstraße eine Behelfsbrücke erbaut werden. Auch das teilte die Stadt am heutigen Mittwoch mit.

Damit können Anwohner wieder ohne Umwege auf die andere Seite gelangen, müssen sich allerdings noch mehr als einen Monat gedulden.

Doch warum musste die Fußgängerbrücke eigentlich abgerissen werden? Grund dafür sind Bauarbeiten für einen neuen Park am Pleißenbach.

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Auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände soll bis 2025 eine kleine Parkanlage entstehen. Unter anderem musste wegen des Hochwasserschutzes die Fußgängerbrücke weichen.

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Stadtrat Thomas Scherzberg (61, Linke) machte wegen des Brückenabrisses Druck auf die Stadt - mit Erfolg. Nun wird bald eine Not-Brücke an der Erzbergerstraße entstehen.
Stadtrat Thomas Scherzberg (61, Linke) machte wegen des Brückenabrisses Druck auf die Stadt - mit Erfolg. Nun wird bald eine Not-Brücke an der Erzbergerstraße entstehen.  © Ralph Kunz
Auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände soll bis 2025 eine grüne Parkanlage entstehen.
Auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände soll bis 2025 eine grüne Parkanlage entstehen.  © Ralph Kunz

Bis 2025 soll eine neue Talbrücke entstehen, die die Limbacher Straße und den Gutsweg miteinander verbinden und die abgerissene Fußgängerbrücke ersetzen soll.

Titelfoto: Ralph Kunz

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