Chemnitz - Sie waren zufällig vor Ort, als es am Nachmittag des 12. März in einem Chemnitzer Pflegeheim brannte - und zeigten selbstlosen Einsatz, um die Patienten zu retten. Dafür wurden fünf jungen Sächsinnen und Sachsen am Montag im Rathaus das Lebensrettungs-Ehrenzeichen verliehen.
Bei dem Brand in dem Seniorenheim "Pro Seniore" in der Salzstraße starb ein Mann (†84), mehrere kamen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus.
Vincent Beyer, Maja Feil, Magdalena Kaden, Clemens Michael und Jeremy Ulbricht (alle 19) kommen aus der Nähe von Dresden und waren damals als Teilnehmer eines Lehrgangs des Bundesfreiwilligendienstes zufällig vor Ort.
Als der Brand ausbrach, verhielt sich das Quintett vorbildhaft: "Sie setzten daraufhin den Notruf ab, leiteten erste Löschmaßnahmen ein und halfen dabei, Bewohner in Sicherheit zu bringen", so das Chemnitzer Rathaus. "Wir finden, dass das eine Leistung ist, die man würdigen sollte", sagte Oberbürgermeister Sven Schulze (54, SPD).
Als die Teenager mit dem Lebensrettungs-Ehrenzeichen des Freistaates ausgezeichnet wurden, waren sie sichtlich stolz. Zu helfen sei eine Selbstverständlichkeit gewesen. "Zivilcourage ist definitiv wichtig", sagt Clemens Michael.