Obwohl mehrere Wirte Interesse haben: Chemnitzer Ratskeller bleibt weiter geschlossen
Chemnitz - Das ewige Ringen um den Ratskeller in Chemnitz nimmt kein Ende. Mit einem Interessenbekundungsverfahren wollte die Stadt im vergangenen Sommer einen neuen Betreiber suchen, um das Traditionslokal möglichst noch in diesem Jahr wieder zu vermieten. Trotz vorhandener Interessenten ist nun klar: Auch 2026 bleibt das historische Restaurant im Rathaus geschlossen.
Die Frage, ob eine Neuvermietung in diesem Jahr noch realistisch sei, beantwortete die Verwaltung auf TAG24-Nachfrage mit einem klaren "Nein".
Zwar sei die Auswertung der Bewerbungen mittlerweile abgeschlossen, nähere Angaben seien jedoch aktuell noch nicht möglich.
Das Rathaus formuliert es kryptisch: Von der "einstelligen Zahl an Bewerbungen" käme "ebenfalls eine einstellige Zahl an Bewerbungen" als potenzieller Neubetreiber infrage. Nun seien weiterführende Gespräche geplant.
Die verzögerte Neuvermietung dürfte auch mit der verlängerten Frist des Interessenbekundungsverfahrens zusammenhängen.
Ursprünglich war nur ein kurzer Bewerbungszeitraum im Sommer 2025 vorgesehen gewesen, der aber von Interessenten als zu knapp kritisiert wurde. Die Frist wurde daraufhin bis Februar 2026 verlängert.
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Initiiert hatte das Verfahren der Geschäftsbereich Wirtschaft der Stadt. Leiterin Silvana Bergk setzte damals große Hoffnungen in eine mögliche Wiedereröffnung: "Mit dem Ratskeller haben wir die Chance, einen Ort mit großer Tradition und Strahlkraft wiederzuerwecken - und damit zur Belebung der Innenstadt beizutragen." Bislang bleibt diese Hoffnung jedoch weiterhin Zukunftsmusik …
Titelfoto: Bildmontage: Maik Börner, Kristin Schmidt
