Chemnitz - Vom Vorzeigeprojekt zur Problemzone: Die Basketballplätze im Chemnitzer Konkordiapark machen immer wieder mit Mängeln auf sich aufmerksam. Hinweise darauf gab es schon beim Bau.
Bei der lilafarbenen Spielfläche handelt es sich um einen experimentellen Belag, sagte Grünflächenamtsleiter Peter Börner. Es sei zudem "kein Geheimnis, dass nicht alle Qualitätskriterien erreicht worden sind, die wir erhofft haben", räumte er im Stadtentwicklungsausschuss vergangene Woche ein.
Das sei schon beim Bau erkennbar gewesen, weshalb die Stadt mit der Herstellerfirma einen finanziellen Ausgleich sowie eine ungewöhnlich lange Garantie von sieben Jahren vereinbart habe (üblich seien maximal fünf Jahre). Außerdem habe die Stadt Spezialgeräte zur Verfügung gestellt bekommen, mit denen der Platz regelmäßig gereinigt wird – laut einer Stadtsprecherin mindestens einmal im Monat.
Doch die optischen Mängel sind nicht das einzige Problem. Regelmäßig löst sich auch der Belag vom Untergrund ab. Nach der Eröffnung im vergangenen Februar mussten die Basketballfelder bereits im April und im Juli für längere Reparaturarbeiten gesperrt werden.
In den Ferien werden hier Körbe geworfen
Den Ferienspaß ließen sich viele Chemnitzer am Dienstag trotzdem nicht vermiesen. Henry (13) nutzte das schöne Ferienwetter, um mit seinen Freunden ein paar Körbe zu werfen: "An sich ist der Platz sehr gut. Ich mag, dass der Korb auf Profi-Höhe hängt." Dennoch kritisierte er: "Ich war neulich hier, nachdem es geregnet hatte. Das war wie Schlittschuhfahren."
Auch Maxim Krause (22) findet, dass der Belag ziemlich rutschig ist. Noch mehr ärgert ihn jedoch, dass auf dem einen Feld seit anderthalb Monaten keine Netze an den Körben hängen. "Wenn man nicht richtig sieht, ob der Ball drin war, bringt das Spielen nichts."