Räum-Einsatz in Chemnitz: ASR-Winterhelden trotzen Schneesturm "Elli"
Chemnitz - Wenn bei Schneegestöber Chemnitzer Straßen unpassierbar werden, kommt der Räumungsdienst des ASR zum Einsatz. Mitarbeiter wie Robert Wicklein (40) machen den Weg frei - und trotzten am Freitag auch Wintersturm "Elli".
"So viel Schnee hatten wir jetzt schon lange nicht mehr", erzählt Robert Wicklein. Er ist seit sechs Jahren beim Räumungsdienst des ASR beschäftigt.
Dabei fährt er vor allem die Hauptstraßen ab, wie Theaterstraße, Bahnhofstraße Annaberger Straße - und immer wieder über den Kaßberg. Für Nebenstraßen bleibt bei solchen Witterungsbedingungen keine Zeit.
Roberts Räumfahrzeug hat einiges auf dem Kasten: Es kann 5,6 Tonnen Salz lagern, das zusammen mit 2300 Litern Feuchtsalz am Heck des Wagens ausgestreut werden kann.
An der Vorderseite befindet sich ein 3,6 Meter langer Schiebeschild, der ab einer Schneehöhe von drei Zentimetern heruntergefahren wird, um die weiße Pracht an den Straßenrand zu drängen.
Nicht immer gibt es Dankbarkeit für den Winterdienst
Wenn man nur streut, ist man zwei Stunden unterwegs, bei Streuen und Räumen kann es doppelt so lange dauern.
So wie Freitagfrüh: "Manchmal räumst du und nach einer Viertelstunde ist es so, als wäre man nie da gewesen", sagt Robert und blickt konzentriert durchs Schneegestöber.
Bei einer Wetterlage wie am Freitag sind seine Kollegen und er rund um die Uhr im Einsatz. Laut ASR-Sprecherin Beate Bodnár waren allein 15 Großräumfahrzeuge, neun Klein-Lkws und acht Geräteträger im Einsatz.
Nicht immer erfährt Robert Dankbarkeit in seinem Beruf: "Wir werden auch hin und wieder angehupt." Zudem gebe es Tage, wo Autofahrer wilde Manöver starten, wenn ihnen ein Räumfahrzeug entgegenkommt. Andererseits zeigen sich Mitmenschen auch dankbar: "Es gibt von Passanten hin und wieder einen Daumen hoch."
Die erste Tour war am Freitag gegen 9.30 Uhr vorbei. Am Ende ist Robert zufrieden. "Der Schneefall hört auf und schon sieht man ein Ergebnis": Die Straße ist geräumt - bis es wieder schneit.
Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz

