Sanierung im Sportforum schreitet voran: Wackeliger Marathonturm steht wieder sicher

Chemnitz - Große Sanierungsfortschritte beim "Marathonturm" am Chemnitzer Sportforum!

Architekt Wolfgang Kühn (65, l.) und Baubürgermeister Michael Stötzer (49, Grüne) zeigten auf einem Rundgang im "Marathonturm" den Baufortschritt.
Architekt Wolfgang Kühn (65, l.) und Baubürgermeister Michael Stötzer (49, Grüne) zeigten auf einem Rundgang im "Marathonturm" den Baufortschritt.  © Sven Gleisberg

Das imposante Bauwerk, das die ehemalige Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (60, SPD) aus ideologischen Gründen abreißen lassen wollte, wurde nach Widerstand von Politik und Denkmalschutz aufwendig stabilisiert und modernisiert. Wasserschäden und einsturzgefährdete Tragwerke machten das Projekt zur Herausforderung.

"Der Turm ist für Chemnitz wie ein Wahrzeichen, weshalb er mit Leben gefüllt werden muss", meint Andreas Hüppe (66), Projektleiter Baukoordination, dem als Laufsportler die Weiternutzung des Gebäudes "sehr am Herzen liegt".

Mit großer Motivation koordinierte er deshalb den dreijährigen Umbau des siebengeschossigen Turms mit seinen 600 Quadratmetern Fläche für eine künftige Weiternutzung durch Sportvereine.

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"Wir haben dafür zuerst den Rohbau stabilisiert und dann etappenweise den Ausbau durchgeführt", erklärt Architekt Wolfgang Kühn (65), dem das 13 Millionen Euro teure Projekt aufgrund der beeinträchtigen Statik "schlaflose Nächte" bereitete.

Auf dem 27 Meter hohen Dach warfen Stötzer und Hüppe einen Blick auf die Sanierungs-Pläne.
Auf dem 27 Meter hohen Dach warfen Stötzer und Hüppe einen Blick auf die Sanierungs-Pläne.  © Sven Gleisberg
So sah die Großkampfbahn mit Turm um circa 1935 aus.
So sah die Großkampfbahn mit Turm um circa 1935 aus.  © imago/Arkivi

Bauarbeiten sollen bis Anfang 2023 abgeschlossen sein

Projektkoordinator Andreas Hüpper (66) freut sich auf den neu entstehenden Eingangsbereich.
Projektkoordinator Andreas Hüpper (66) freut sich auf den neu entstehenden Eingangsbereich.  © Sven Gleisberg

Mittlerweile hat das denkmalgeschützte Bauwerk eine komplett überarbeitete Außenfassade sowie neu eingezogene Decken erhalten.

Damit der "Olympiastützpunkt Sachsen" als künftiger Neumieter dort einziehen kann, müssen nun noch Maler-, Trocken-, Boden- sowie Elektroarbeiten folgen, die Anfang 2023 abgeschlossen sein sollen.

Baubürgermeister Michael Stötzer (49, Grüne) freut sich über den Erhalt des Monuments, das zwischen 1933 und 1938 nach dem Entwurf des Chemnitzer Architekten Fred Otto gebaut wurde.

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"Mit dieser Baumaßnahme kann der traditionsreiche Standort erhalten werden", so Stötzer.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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