Chemnitz - Der Breitbandausbau in Chemnitz geht voran. In Altchemnitz soll eine neue Technikstation entstehen. Nun wurde die Baugenehmigung erteilt.
Die Stadt macht das Vorhaben in der aktuellen Ausgabe des Chemnitzer Amtsblatts öffentlich. "Die Zustellung der Baugenehmigung an die Eigentümer benachbarter Grundstücke gemäß § 70 Abs. 3 Satz 1 SächsBO wird aufgrund der großen Anzahl von Nachbarn, denen die Baugenehmigung zuzustellen ist, durch diese Bekanntmachung ersetzt", heißt es dazu in dem Blatt.
Der Bauantrag für die PoP-Sation (Point of Presence) am Pfarrhübel wurde Ende November 2025 eingereicht und nun genehmigt. Bei diesen Stationen handelt es sich um lokale Technikzentralen, das heißt Schnittstellen zwischen dem Hauptkabelnetz und dem neu entstehenden Adressnetz bis hin zum Kundenanschluss.
"Ein PoP ist in einem Glasfasernetz die letzte 'elektrische Stelle' im Netz. Dort werden die Fasern mit den Lichtsignalen belegt", erklärt die Stadt auf ihrer Homepage dazu.
Im Rahmen des Breitbandausbaus in Chemnitz sollen bis zum vierten Quartal 2026 außerhalb des Stadtzentrums 23 zentrale PoP-Standorte und sieben Multifunktionsgehäuse (MFG Mini-PoP) entstehen. Die genehmigte Station am Pfarrhübel trägt dabei die Nummer 59.
Akte liegt im Bauamt aus
Die Kosten für das Gesamtvorhaben liegen bei rund 4,81 Millionen Euro. Es gibt eine Förderung von Bund und Freistaat. Dabei soll das Glasfasernetz in den Gebieten verbessert werden, die in der ersten Ausbaustufe 2019 nicht berücksichtigt werden konnten.
Gegen den Bescheid für die PoP-Station am Pfarrhübel kann innerhalb eines Monats schriftlich Widerspruch eingelegt werden. Die vollständige Baugenehmigung und die Akte können im Bauordnungs- und Vermessungsamt am Friedensplatz 1 eingesehen werden. Eine telefonische Voranmeldung ist unter 0371/4886201 möglich.