Steht das Chemnitzer Planetarium vor dem endgültigen Aus?

Chemnitz - Ob es das Chemnitzer Planetarium ab August noch gibt, steht in den Sternen. Es fehlt an Personal, erklärt Thomas Weisbach (58), Physiklehrer an der ansässigen Albert-Schweitzer-Oberschule.

Das Planetarium guckt womöglich bald durch die Röhre statt zu den Sternen. Physiklehrer Thomas Weisbach (58) kann die Einrichtung nicht mehr alleine schmeißen.
Das Planetarium guckt womöglich bald durch die Röhre statt zu den Sternen. Physiklehrer Thomas Weisbach (58) kann die Einrichtung nicht mehr alleine schmeißen.  © Kristin Schmidt

Schon vor einem Jahr schlug der Lehrer, der sich mittlerweile völlig allein um die Einrichtung kümmert, Alarm.

"Auf meinen Hilferuf hat das Landesamt für Schule und Bildung eine Stelle ausgeschrieben. Leider ist die Kollegin krankheitsbedingt bisher nicht eine Stunde im Planetarium gewesen."

Seit dann noch Weisbachs langjähriger Planetariums-Kollege gestorben ist, schiebt der Physiklehrer Extra-Stunden, um zumindest ein paar Veranstaltungen in der Einrichtung anbieten zu können.

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Aufgrund gesundheitlicher Probleme und der generellen Personalknappheit an der Schule werde das dem 58-Jährigen im kommenden Jahr jedoch nicht mehr möglich sein.

"Damit wäre die über 40-jährige erfolgreiche Geschichte einer astronomischen Bildungseinrichtung der Stadt Chemnitz beendet."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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