Chemnitz - Die Studentenverbindung "Teutonia" sucht neue Mitglieder. Bereits mehrfach war ihre Werbung unter den Studierenden auf Kritik gestoßen.
Derzeit zählt die 1880 in Chemnitz gegründete Verbindung rund 60 Mitglieder. Nur noch vier von ihnen sind aktive Studenten, die übrigen haben ihr Studium bereits abgeschlossen. Um Nachwuchs zu gewinnen, wirbt die Verbindung mit Flyern an öffentlichen Orten, etwa in der Straßenbahn.
Seit Montag steht zudem ein Werbeanhänger an der Reichenhainer Straße gegenüber der Mensa.
Zum Hintergrund: Die Verbindung verlor 2017 ihre Werbegenehmigung an der Universität. Der Studentenrat begründete dies mit vermuteten Sympathien für rechtes Gedankengut.
Auf eine TAG24-Nachfrage zum Thema reagierte der Stura am Dienstag zunächst nicht.
Nun wurde der Werbeanhänger Ziel von Schmierereien und mit Aufschriften wie "Fascho-Scheiß" versehen. Zudem wurden die Plakate abgerissen und die Räder zerstochen.
Erik Michael (37) vom Altherren-Verband weist die "Fascho"-Vorwürfe zurück: "Wir sind parteipolitisch unabhängig. Für Extremismus sowohl von rechts als auch von links gibt es bei uns keinen Platz." Die Sachbeschädigung ärgert ihn: "Es ist schade, dass kein offener Diskurs gesucht wurde."