Urlaub in der Heimat: So schön ist die Region Chemnitz und Zwickau

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Chemnitz/Zwickau - Viele Sachsen bleiben wegen der zahlreichen Krisen in diesem Sommer einfach zu Hause. Nicht die schlechteste Alternative! TAG24 präsentiert in der Sommerserie "Urlaub in der Heimat - Wandern und Radeln durch Sachsen" für jede Urlaubsregion eine Wander- und Radroute, natürlich mit Tipps für schöne Stopps und welche Sehenswürdigkeiten Ihr unterwegs entdecken könnt. Diesmal sind wir in der Region Chemnitz-Zwickau aktiv unterwegs.

Porphyrlehrpfad Rochlitzer Berg

Der Gleisbergbruch am Rochlitzer Berg ist Teil des Porphyrlehrpfades.
Der Gleisbergbruch am Rochlitzer Berg ist Teil des Porphyrlehrpfades.  © Oliver Göhler

Vor etwa 294 Millionen Jahren kam es zu explosiven Ausbrüchen des Rochlitzer Supervulkans. Durch die Ablagerung des Auswurfmaterials entstand der Rochlitzer Porphyrtuff, das erste Naturstein-Welterbe in Deutschland.

Nach den Eruptionen bildete sich ein riesiger Einsturzkessel. Diese sogenannte Caldera ist die drittgrößte der Welt und beherbergt den Rochlitzer Berg, den man unter anderem entlang des 2,5 Kilometer langen Porphyrlehrpfads erkunden kann. Seine 15 Stationen erzählen von der Entstehungsgeschichte des Porphyrtuffs und wie das Gestein 900 Jahre lang in der Region abgebaut wurde.

Höhepunkte: Gleisbergbruch, Einsiedelei, Friedrich-August-Turm, Porphyrhaus Rochlitzer Berg, Waldspielplätze

Chemnitz: Diddl-Hype auch in Chemnitz: Die Mäuse werden knapp!
Chemnitz Lokal Diddl-Hype auch in Chemnitz: Die Mäuse werden knapp!

Tipp für unterwegs: Entlang des Porphyrlehrpfades lassen sich QR-Codes mit kurzen Hörgeschichten aktivieren.

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An den Felsen sind auch Kletterer zu sehen.
An den Felsen sind auch Kletterer zu sehen.  © Bianka Behrami (PR)
Das ehemalige Sozialgebäude der Steinmetze beherbergt heute das Besucherzentrum des Porphyrlehrpfades.
Das ehemalige Sozialgebäude der Steinmetze beherbergt heute das Besucherzentrum des Porphyrlehrpfades.  © Oliver Göhler

Aktivitäts-Tipp und Etappenempfehlung

Blick auf den Rochlitzer Berg.
Blick auf den Rochlitzer Berg.  © Oliver Göhler

Aktivitäts-Tipp: Im Seidel- und Gleisbergbruch oder am frei stehenden Burgwächter-Turm kann man auf rund 75 Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden den Rochlitzer Porphyr erklettern. Weitere Informationen gibt es unter bergsteigerbund.de/rochlitz.

Etappenempfehlung: Wer die Runde gern erweitern möchte, kann den Rochlitzer Porphyrlehrpfad einfach in den 9,5 Kilometer (ca. 3 Stunden) langen Walderlebnispfad Wechselburg integrieren. Dieser vermittelt Wissenswertes zum Rochlitzer Bergwald und ist vor allem für Kinder ein großer Spielplatz. Denn sie können sich im Weitsprung mit der Tierwelt messen, testen ihren Gleichgewichtssinn oder machen Musik mit Holz.

Der Walderlebnispfad beginnt an der Muldenbrücke und erlaubt auch Abstecher in den Wechselburger Schlosspark und zum Benediktinerkloster mit der dreischiffigen Basilika.

Steckbrief

Der Rundweg über den Rochlitzer Berg dauert etwa eine Stunde.
Der Rundweg über den Rochlitzer Berg dauert etwa eine Stunde.  © Kartengrundlagen: outdooractive Kartografie, OpenStreetMap (www.openstreetmap.org)

Strecke: 2,5 km Rundweg

Gehzeit: ca. 1 Stunde

Markierung: stilisiertes rotes Hämmerchen

Schwierigkeit: leicht

Unterkünfte: in Rochlitz und Wechselburg

Weitere Informationen findet Ihr unter sachsen-tourismus.de/tour/porphyrlehrpfad-auf-dem-rochlitzer-berg.

Mulderadweg

Über dem Mulderadweg thront Schloss Colditz.
Über dem Mulderadweg thront Schloss Colditz.  © Dennis Stratmann/PR

Der etwa 400 Kilometer lange Mulderadweg mit 15 Etappen vereinigt drei vielfältige sächsische Routen in sich - entlang der Zwickauer und Freiberger Mulde bis zur Vereinigten Mulde.

Neben landschaftlichen Schönheiten wie malerischen Flusstälern oder idyllischen Auenlandschaften lassen sich auch historische Städte, Schlösser, Burgen und Klöster entlang der Strecke entdecken.

Die Region Chemnitz-Zwickau wird dabei vom Mulderadweg - Zwickauer Mulde durchschlängelt und ist mit 158 Kilometern die längste und anspruchsvollste der drei Routen, die von der hoch gelegenen Quelle in Schöneck im Vogtland durchs Erzgebirge bis nach Zwickau, in weitem Bogen vorbei an Chemnitz und weiter durch Rochlitz, Colditz und bis nach Sermuth führt, um dort in den Mulderadweg - Vereinigte Mulde zu münden.

Das Schloss Colditz ist ganz einfach mit dem Rad zu erreichen.
Das Schloss Colditz ist ganz einfach mit dem Rad zu erreichen.  © Dennis Stratmann
Der Radweg führt auch über die Zwickauer Paradiesbrücke.
Der Radweg führt auch über die Zwickauer Paradiesbrücke.  © Philipp Herfort Photography/PR

Höhepunkte und Empfehlungen am Mulderadweg

Auch an Grimma führt der Radweg vorbei.
Auch an Grimma führt der Radweg vorbei.  © Philipp Herfort Photography/PR

Höhepunkte: Talsperre Muldenberg, Zwickau (Altstadt, Dom, August Horch Museum), Göhrener Viadukt, Basilika & Kloster Wechselburg, Schloss Rochlitz

Etappenempfehlung: Als landschaftlicher und kultureller Höhepunkt des Zwickauer Mulderadwegs gilt die vierte Etappe (44 km/3,5 Stunden) von Glauchau nach Rochlitz. Die Strecke verläuft hier wunderschön entlang der Mulde und größtenteils flach. Nur bei Penig und Wechselburg warten zwei anspruchsvolle Anstiege. Doch dafür entschädigen die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand.

So geht es vorbei an historischen Schlössern (Glauchau, Waldenburg, Wolkenburg, Rochsburg, Rochlitz) und bedeutenden Bauwerken (Göhrener Viadukt, Kloster Wechselburg). Vielen nicht bekannt: Auch einer der schönsten englischen Landschaftsparks in Sachsen, der Grünfelder Park, liegt unweit des Radwegs.

Ebenfalls sehenswert: Schloss Rochsburg.
Ebenfalls sehenswert: Schloss Rochsburg.  © Patrick Eichler
Von der Burg Mildenstein wird man mit einem wunderbaren Blick auf die Freiberger Mulde belohnt.
Von der Burg Mildenstein wird man mit einem wunderbaren Blick auf die Freiberger Mulde belohnt.  © Dennis Stratmann/PR

Steckbrief

Der Radweg verläuft entlang der Zwickauer und Freiberger Mulde bis zur Vereinigten Mulde.
Der Radweg verläuft entlang der Zwickauer und Freiberger Mulde bis zur Vereinigten Mulde.  © Kartengrundlagen: outdooractive Kartografie, OpenStreetMap (www.openstreetmap.org)

Strecke: 158 km in fünf Etappen (je 16-50 km)

Fahrzeit: 12 Stunden

Markierung: stilisierte Burg

Schwierigkeit: leichte (Etappe 3-5) und mittelschwere (Etappe 1&2) Etappen, vor allem im Vogtland und Erzgebirge auf und ab

Unterkünfte: In allen Etappenorten gibt es Unterkünfte.

Weitere Informationen findet Ihr unter sachsen-tourismus.de/erlebnisse/aktivurlaub/radfahren/mulderadweg.

Titelfoto: Bildmontage: Dennis Stratmann/PR, Dennis Stratmann, Oliver Göhler (2)

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