Was für ein Insekt krabbelt hier durch einen Chemnitzer Garten?

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Chemnitz - Was für ein rot-schwarz-gestreiftes Insekt krabbelt da durch einen Chemnitzer Garten? Ist es ein Käfer? Nein, das Tierchen mit den markanten Farben und dem eckigen Körper gehört zu den Wanzen.

Dieses Insekt mit seiner markanten Zeichnung ist eine Streifenwanze. Ein TAG24-Leser entdeckte sie in seinem Garten.
Dieses Insekt mit seiner markanten Zeichnung ist eine Streifenwanze. Ein TAG24-Leser entdeckte sie in seinem Garten.  © privat

übelriechendesAllein in Deutschland leben laut NABU rund 800 verschiedene Arten von Wanzen (von etwa 40.000 Wanzenarten weltweit). Das Tierchen, das nun ein TAG24-Leser in seinem Garten in Chemnitz entdeckt hat, ist eine Streifenwanze (Graphosoma italicum), die wiederum zu den Baumwanzen (Pentatomidae) gehört.

Ihre Zeichnung mit den sechs schwarzen Längsstreifen auf rötlichem Untergrund macht die Streifenwanzen schon unverwechselbar. Was man aber meistens nicht sieht, ist die Unterseite der Insekten, die rot ist und schwarze Punkte aufweist.

Die roten Streifen dienen dabei nicht als Schönheitsmerkmal, sondern eher der Abschreckung und als Warnung für Fressfeinde.

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Die Wanzen können bei Angriffen nämlich sehr ungemütlich werden. Wie die Experten vom NABU erklären, verfügen die Streifenwanzen, wie die meisten anderen Baumwanzenarten auch, über Stinkdrüsen. Darüber können sie ein übel riechendes Sekret, das teilweise toxisch wirkt, absondern und Angreifer abwehren.

Streifenwanzen vom Mittelmeer bis zur Ostsee verbreitet

Die Streifenwanzen erreichen eine stattliche Größe von bis zu zwölf Millimetern, halten sich gern in sonnigen Wiesen oder an Wegrändern auf und ernähren sich von Pflanzensäften wie Giersch, Möhre, Wiesenkerbel, aber auch Dill oder Fenchel. Die Tiere sitzen dabei oft an ihren Nahrungspflanzen oder deren Samen und saugen daran.

Die Tierchen, die übrigens Einzelgänger sind, haben sich mittlerweile vom Mittelmeerraum bis nach Jütland in Dänemark und Südschweden ausgebreitet und können in Zukunft auch immer häufiger in Sachsen zu finden sein.

Titelfoto: Bildmontage: privat

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