Chemnitz - Ein Meilenstein für die Herzmedizin in der Region: Das neue kardiologische Zentrum am Klinikum Chemnitz vereint modernste Technik, 160 Betten auf rund 7000 Quadratmetern für ambulante und stationäre Versorgung. Am Donnerstag wurde der Neubau offiziell eröffnet.
Bisher war die Kardiologie auf mehrere Standorte innerhalb des Klinikums aufgeteilt. Nun ist alles unter einem Dach gebündelt: Normal-, Intermediate Care- und Intensivstationen sowie Herzkatheterlabore und die Chest Pain Unit (CPU, engl. für Brustschmerz-Einheit).
Seit November läuft der Betrieb schrittweise an.
Alles ist so konstruiert, dass die Wege für Personal und Patienten so kurz wie möglich sind. Von der Erstdiagnose bei akutem Brustschmerz in der CPU geht es mit dem Aufzug nur eine Etage runter ins Labor.
"Wir schaffen's manchmal nicht, die Namen der Patienten vollständig einzutragen, da liegen sie schon auf dem OP-Tisch", sagt Kardiologie-Chefarzt Professor Karim Ibrahim.
Dank moderner Technik und zusätzlicher Notfallplätze und Betten können zudem mehr Patienten behandelt werden.
Wartezeiten beim MRT bereits reduziert
Das neue Herz-MRT zeigt bereits Wirkung: "Wir konnten die Wartezeit in dem Bereich schon jetzt auf zwei Monate reduzieren", so Ibrahim. Vorher habe es bis mindestens vier Monate gedauert, bis man einen MRT-Termin hatte.
"Die Spezialisierung in diesem Bereich ist wirklich eine Dringlichkeit", betonte Gesundheitsministerin Petra Köpping (67, SPD) bei der Eröffnung. "Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor allem die Todesfolgen haben einen sehr hohen Stellenwert in Sachsen."
OB Sven Schulze (54, SPD): "Mit der Eröffnung des kardiologischen Zentrums am Klinikum Chemnitz schaffen wir zugleich neue Möglichkeiten für Fortbildung, Forschung und digitale Vernetzung."