Chemnitzer Grundschul-Eltern fassungslos! Großer Wirbel um Klassen-Spaltung

Chemnitz - Schulärger kurz vor den Ferien: In der Albert-Einstein-Grundschule im Heckert-Gebiet in Chemnitz sollen zwei Klassen ab September aufgeteilt werden, weil die Schülerzahl durch Umzug und Wiederholer gesunken ist. Betroffen sind Kinder der dritten und vierten Klasse.

Kinder und Eltern der Albert-Einstein-Grundschule in der Max-Türpe-Straße protestieren gegen die Aufteilung von Klassen.
Kinder und Eltern der Albert-Einstein-Grundschule in der Max-Türpe-Straße protestieren gegen die Aufteilung von Klassen.  © Uwe Meinhold

Elternsprecherin Katrin Horvath ist entsetzt: "Das ist in Anbetracht des Schulalltags der vergangenen anderthalb Jahre für die Kinder katastrophal. Sie verlieren die Lehrerin als Bezugsperson, Freunde werden auseinander gerissen. Dabei gibt es an unserer Schule besonders viele Kinder mit Förderbedarf, denen es so schon schwerfällt."

Das Landesamt für Schule und Bildung rechtfertigt die Entscheidung als notwendig "zur Absicherung des Unterrichts und Vermeidung von Unterrichtsausfällen" und verweist auf die anhaltende Lehrer-Knappheit.

Eine Sprecherin: "Für das kommende Schuljahr fehlen für die Grundschulen der Stadt noch 15 Lehrkräfte. Eine Kleinstklassenbildung ist allen anderen Schulen gegenüber nicht vertretbar."

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Gegenwind kommt aus dem Rathaus. "Bürgermeister Ralph Burghart (51, CDU) hat das LaSuB in einem persönlichen Schreiben darum gebeten, die Entscheidung nochmals zu überdenken", teilte eine Stadtsprecherin mit.

Die Elternsprecherinnen Janine Reuther (42, l.) und Katrin Horvath (39) wollen die Entscheidung des LaSuB nicht hinnehmen.
Die Elternsprecherinnen Janine Reuther (42, l.) und Katrin Horvath (39) wollen die Entscheidung des LaSuB nicht hinnehmen.  © Uwe Meinhold

Auch die Stadtrats-Fraktionen der FDP und Linken forderten, die Entscheidung rückgängig zu machen.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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