Kommen jetzt die Wasserstoff-Tankstellen nach Chemnitz?

Chemnitz - Es geht voran mit Wasserstoff-Fahrzeugen: Vermutlich im nächsten Jahr wird eine Tankstelle an der Fraunhoferstraße sowie eine zweite auch für Lkws in der Region Chemnitz gebaut. Zudem hofft das Netzwerk HZwo auf mehr Geld für das geplante Industrieforschungszentrum.

Ostbeauftragter Carsten Schneider (46, SPD) will sich für den Wasserstoff-Forschungsstandort Chemnitz einsetzen.
Ostbeauftragter Carsten Schneider (46, SPD) will sich für den Wasserstoff-Forschungsstandort Chemnitz einsetzen.  © Norbert Neumann

Im Vorjahr sorgte Verkehrsminister Andreas Scheuer (47, CSU) in Chemnitz für Enttäuschung, weil er nur eine staatliche Förderung von 60 Millionen Euro zugesagt hatte. Beantragt waren 95 Millionen Euro.

Der Löwenanteil, 100 Millionen Euro, flossen damals überraschend nach Pfeffenhausen - in Scheuers bayerischen Wahlkreis.

Am Donnerstag besuchte der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider (46, SPD), auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Detlef Müller (57) das Netzwerk.

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HZwo-Geschäftsführer Karl Lötsch (35): "Carsten Schneider möchte, dass Chemnitz das nötige Geld erhalten soll, um die Stadt zum Top-Standort der Wasserstofftechnologie zu machen. Er wolle sich dafür einsetzen, dass Chemnitz mehr Fördergeld erhält."

An der Fraunhoferstraße soll bis 2025 ein modernes Prüf- und Testzentrum für Wasserstoffantriebe entstehen. Durch die zentrale Anschaffung könnten auch kleinere Firmen mitarbeiten.

Das geplante Forschungszentrum für Wasserstoff braucht mehr Geld - und könnte mehr Zuschüsse bekommen.
Das geplante Forschungszentrum für Wasserstoff braucht mehr Geld - und könnte mehr Zuschüsse bekommen.  © CWE/Videovision

Karl Lötsch: "Es wird das erste Industrieforschungszentrum dieser Art in Europa. So etwas gibt es bisher nur in China und Japan."

Titelfoto: CWE/Videovision

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