Über drei Zentimeter groß und riesige Fühler: Was ist das für ein Käfer?

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Chemnitz - Was ist denn da für ein riesiger Brummer in einem Chemnitzer Garten aufgetaucht?

Der Moschusbock wird über drei Zentimeter lang, bei Männchen sind die imposanten Fühler sogar länger als bei den Weibchen.
Der Moschusbock wird über drei Zentimeter lang, bei Männchen sind die imposanten Fühler sogar länger als bei den Weibchen.  © privat

Grünlich glänzend, etwas über drei Zentimeter lang und enorme Fühler: Das ist ein Moschusbock (Aromia moschata). Der Krabbler gehört zu den Bockkäfern und ist auch der einzige Vertreter seiner Art in Europa.

Die Käfer können teilweise eine Größe von bis zu vier Zentimetern erreichen. Ihre Farbe variiert von kupfer- bis bronzefarben, blauviolett oder wie der in Chemnitz entdeckte Moschusbock, grünlich.

Noch auffälliger als die metallisch schimmernde Farbe sind bei den Tieren die Fühler. Bei männlichen Exemplaren können sie sogar länger als der Körper werden. Der Halsschild ist seitlich mit einem großen spitzen Fortsatz ausgestattet.

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Wegen seines Aussehens kann der Moschusbock auch kaum mit anderen Käfern verwechselt werden.

Moschusbock als "besonders schützenswert" eingestuft

Ein Moschubock hat es sich in einem Rosenstrauch bequem gemacht. Im Sonnenschein kommt seine grünliche Färbung gut zum Vorschein.
Ein Moschubock hat es sich in einem Rosenstrauch bequem gemacht. Im Sonnenschein kommt seine grünliche Färbung gut zum Vorschein.  © privat

Der Moschusbock kommt unter anderem in Wäldern, Gärten und Parks vor. Man kann ihn von Juni bis August auf seinen Brutbäumen entdecken. Vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden kann man die Käfer dort beim Umherwandern auf den Stämmen beobachten. Ihre größte Flugaktivität haben sie in der Mittagszeit.

Sie ernähren sich von Baum-Säften und Pollen und bevorzugen große Blütendolden, wie man sie beim Holunder findet. Die Larven ernähren sich von Nährstoffen im Holz.

Doch der Lebensraum der Käfer ist bedroht, da sie vor allem Auenwälder mit alten Weiden, Pappeln und Erlen bevorzugen. Durch Entwässerung und die Forstwirtschaft, ist die Zahl dieser Gebiete, wo sich auch die Larven entwickeln, zurückgegangen. Dadurch hat sich auch der Bestand verringert und der Moschusbock wird als "besonders schützenswert" eingestuft.

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In Europa hat sich der Moschusbock inzwischen bis in den hohen Norden ausgebreitet und ist in Dänemark, Südnorwegen und Nordschweden anzutreffen. In Deutschland findet man ihn in allen Bundesländern.

Seinen Namen verdankt das imposante Tierchen übrigens einem stark moschusartig riechenden Sekret, das die Tiere absondern können.

Sein asiatischer Verwandter (Aromia bungii) ist übrigens ein gefährlicher Baumschädling, der in Deutschland in die Gegend um Rosenheim eingeschleppt wurde.

Titelfoto: privat

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