46 Millionen Euro für Klimaschutz: So soll Dresden zur Vorzeige-Stadt werden

Dresden - Dresden macht sich auf den Weg zur Klimaneutralität. Hilfe dafür kommt nun aus Brüssel.

Die Vonovia will ein Mieterstrommodell mit Solaranlagen umsetzen.
Die Vonovia will ein Mieterstrommodell mit Solaranlagen umsetzen.  © imago/Jochen Tack

Die Europäische Kommission stellt rund 7,5 Millionen Euro Fördermittel bereit, mit denen Dresden zu einem Vorreiter auf dem Weg zur klimaneutralen Großstadt werden soll.

Mit Fördermitteln von Bund und Land könnten bis Ende 2027 sogar bis zu 46 Millionen Euro in nachhaltige und zukunftssichere Gebäude- und Energiekonzepte fließen.

Das Fördergeld kommt aus dem Projekt "NeutralPath", für das sich die Stadtverwaltung zusammen mit der TU Dresden, der SachsenEnergie, der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Dresden (WiD) und der Vonovia beworben hat. Zusammen wollen sie innovative Ideen für mehr Klimaschutz beim Wohnungsbau, bei der Energieversorgung und der E-Mobilität in Pilotprojekten erproben und deren Wirksamkeit erforschen.

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"Eine klimaneutrale Großstadt zu werden ist in der Praxis eine Herkulesaufgabe", sagt OB Dirk Hilbert (51, FDP). Sie gelinge nur dann, wenn sich alle Akteure mutig an Lösungen ausprobieren.

Das planen die Unternehmen in Dresden

Ladesäulen für E-Autos sind auch Teil des Projekts.
Ladesäulen für E-Autos sind auch Teil des Projekts.  © dpa/Julian Stratenschulte

Die WiD will in Pillnitz/Hosterwitz zeigen, wie an Wohnhäusern der 1960er-Jahre der Spagat zwischen bezahlbarem Wohnraum, technischen Möglichkeiten und CO2-Reduzierung gelingen kann.

Die Vonovia will in den Plattenbauten an der Jessener Straße in Leuben mithilfe von Photovoltaik-Anlagen regenerative Energien für Mieterstromangebote nutzen.

Die Infrastruktur liefert die SachsenEnergie. Man arbeite daran, das Dresdner Energiesystem in den kommenden Jahren zu dekarbonisieren und intelligente Steuerungsmethoden zu erproben, sagt SachsenEnergie-Vorstand Axel Cunow (44).

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TU-Forscher begleiten das Projekt wissenschaftlich.

Titelfoto: Montage: dpa/Julian Stratenschulte, IMAGO/Jochen Tack

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