Dresden - Im Juni beginnt der Bau der Starkstromtrasse (110 Kilovolt) im Dresdner Norden. Diese soll den steigenden Strombedarf auch für die Chipindustrie absichern, verbindet die Umspannwerke Klotzsche und Rähnitz.
Ursprünglich hätte die Trasse durch die denkmalgeschützte Gartenstadt Hellerau führen sollen.
Nach Protesten aus der Bürgerschaft fand SachsenEnergie eine alternative Route durch die Heide.
Der etwa fünf Kilometer lange unterirdische Kabelkanal führt ab der Königsbrücker Straße zunächst durch die Heide und anschließend durch Hellerau und Rähnitz.
"Die Hochspannungsleitung ist das Rückgrat für die Niederspannungsnetze, an die Haushalte und Gewerbe angeschlossen sind", teilt der Energieversorger mit.
Die Arbeiten in Rähnitz finden abschnittsweise bis 2028 statt, beginnen ab 15. Juni (bis 11. September) an der Beckerstraße.
Diese wird dabei voll gesperrt. "Um einen mehrmaligen Eingriff in die Straße zu vermeiden, verlegt SachsenEnergie zeitgleich auch Glasfaserkabel", teilte eine Sprecherin mit. Zuletzt habe man Anwohner auf einer Veranstaltung am Flughafen informiert.
Ursprünglich sollte die Trasse durchs Kerngebiet der Gartenstadt Hellerau führen.
Doch Bürger und Denkmalschutz meldeten Bedenken an, wonach der Versorger umplante und die nun startende Alternativroute durch die Heide realisieren wird.