Dresden - Nach der Vollsperrung der Brücke Budapester Straße über dem Abschnitt Ammonstraße stauten sich im morgendlichen Berufsverkehr Autos auf den Umleitungsstrecken, insbesondere in Richtung Innenstadt.
Wer aus Richtung Plauen kommend ins Zentrum wollte, musste am Montag Geduld mitbringen.
Teils stand die Blechlawine auf der Budapester Straße bereits ab Höhe Lidl. Der Abfluss über die Brückenrampe zur Ammonstraße verlief zäh.
Nach einem Unfall auf der A17 musste zudem die Auffahrt Südvorstadt gesperrt werden, was erschwerend hinzukam. Am Vormittag beruhigte sich das Verkehrsgeschehen.
Aufgrund der breiten Berichterstattung im Vorfeld ist allerdings anzunehmen, dass viele Autofahrer die Route von vornherein zu umfahren versuchten.
Bau- und Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) will die Sperrung "innerhalb von Tagen" wieder aufheben lassen.
Dazu soll schnellstmöglich eine provisorische Stützkonstruktion mit Betonplatten unter den Brückenpfeilern (Bereich Ammonstraße) errichtet werden. Danach könne der Verkehr wieder jeweils einspurig über die Brücke geführt werden, so Kühn.
Die Sperrung der Brücke sei erforderlich gewesen, nachdem sich viele Lkw-Fahrer nicht an die Tonnagebeschränkung (7,5 Tonnen) gehalten haben sollen, welche die Stadtverwaltung am 8. Mai festgelegt hatte. Mit weiteren Baumaßnahmen will das Rathaus die Brücke noch weitere zehn Jahre erhalten.