Bei der Hitze: Warum fahren hier Weihnachtsmänner durch Dresden?

Von Benjamin Schön, Daniel Förster

Dresden - Während sich ganz Dresden bei schweißtreibenden 32 Grad im Freibad abkühlt, ein Eis schleckt oder im Schatten entspannt, werfen sich diese Biker in dicke Weihnachtsoutfits. Als Weihnachtsmänner und Engel verkleidet rollten über 30 Motorradfans am Mittwoch auf ihren festlich geschmückten Maschinen durch die Stadt.

Die Biker ließen sich von der Hitze nicht die gute Laune nehmen.  © Daniel Förster

Genau sechs Monate vor dem echten Fest rief der Verein Sachsenbike Dresden zur kuriosen "Halbweihnachten"-Ausfahrt.

Die "Bikerweihnacht" in Dresden ist seit vielen Jahren im Grunde eine Mischung aus Motorrad-Treffen, sozialer Aktion und ironisch-humorvoller Tradition.

Die rund 90 Kilometer lange Fahrt begann auf dem Theaterplatz. Bei der sengenden Hitze half unter den schweren Kostümen nur eins: Galgenhumor und eine schnelle Abkühlung am Springbrunnen, wo kurzerhand die Stiefel für ein Fußbad ausgezogen wurden.

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Auch der Grinch durfte bei der Ausfahrt nicht fehlen.  © Daniel Förster

Gänsekeule und Stollen statt Eis und kühlem Getränk

Die Biker fuhren durch die Sporergasse mitten in der Dresdner Altstadt.  © Daniel Förster

Die Route führte den Tross erst zur KeXerei in der Altstadt, wo Stollen und Kekse warteten.

Danach ging es über die Neustadt, Langebrück und Radeberg bis nach Rammenau. Immer wieder sorgte die bunte Kolonne bei den Passanten für jede Menge staunende Blicke.

Und wie ist die Hitze unter dem dicken Mantel auszuhalten? "Bestenfalls nur mit einem dünnen Shirt und dem Schlüppi drunter", schmunzelt Organisator Ralf Büttner (56). "Ob nun fünf Grad mehr oder weniger: Das spielt am Ende keine Rolle. Uns geht es einfach nur um den Spaß."

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Nach der Ausfahrt ließen die Biker den Tag so ausklingen, wie es sich für Heiligabend gehört. Im Gasthof "Schwarzes Roß" in Fischbach wurde am Abend deftige Gänsekeule mit Rotkohl und Klößen serviert.

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