Bundespolizei stoppt bewaffnete Reisende auf dem Weg nach Dresden
Dresden - Am Dienstagvormittag schnappten Beamten der Bundespolizei gleich doppelt in Zügen auf dem Weg nach Dresden zu. Zweimal klickten innerhalb weniger Stunden die Handschellen.
Der erste Fang ging den Ordnungshütern am Dienstagmorgen gegen 8.45 Uhr ins Netz. In einem internationalen Fernreisezug, der zwischen Bad Schandau und dem Hauptbahnhof in Dresden verkehrte, traf die Bundespolizei auf einen 37-jährigen Mann mit mazedonischer Staatsangehörigkeit.
Da der Mann keinerlei Dokumente vorlegen konnte, die seinen Aufenthalt in Deutschland legitimieren, brachten ihn die Beamten auf die Dienststelle am Hauptbahnhof.
Bei der dort durchgeführten Taschenkontrolle fanden die Polizisten ein illegales Springmesser. Nun muss sich der 37-Jährige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.
Die weitere Einreise nach Deutschland wurde dem Mazedonier verwehrt. Er wurde noch am selben Nachmittag den tschechischen Behörden übergeben.
Ähnlicher Fall, nur wenige Stunden später
Das war der erste Streich, der zweite folgte knapp zwei Stunden später.
Gegen 10.45 Uhr kontrollierten die Beamten, wieder in einem grenzübertretenden Zug, einen Mann (29) mit tschechischer Staatsbürgerschaft. Bei der Kontrolle seiner Personalien fand man heraus, dass gegen ihn eine Ausschreibung zur Aufenthaltsermittlung vorliegt. Dieses Verfahren wird angewendet, wenn eine Person keinen bekannten Aufenthalt hat und deshalb die Polizei zu Rate gezogen wird, um diesen zu ermitteln.
Im Falle des 29-Jährigen sollte ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ausgehändigt werden.
Als dies klar war, wurde der Tscheche, ähnlich wie der Mazedonier vor ihm, auf die Dienststelle am Dresdner Hauptbahnhof gebracht und kontrolliert.
In seinen Taschen fanden die Beamten jedoch kein Messer, sondern ein Pfefferspray. Dieses wurde unverzüglich beschlagnahmt. Nun muss auch er sich wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.
Titelfoto: Fotomontage: 123RF/vzwer, 1123RF/ vadish

