Corona-Not macht erfinderisch: Enna Miau singt ihre Liebesbriefe

Dresden - Bonbonpapier und eine Rechnung. Mehr war nicht im Briefkasten. Die Not - sprich Ebbe in der Post - machte Sängerin Enna Miau (35) erfinderisch. 

"Keine Werbung! Liebesbrief herzlich willkommen" - Enna Miau klebt ihre Album-Sticker an die Briefkästen.
"Keine Werbung! Liebesbrief herzlich willkommen" - Enna Miau klebt ihre Album-Sticker an die Briefkästen.  © Norbert Neumann

Sie schrieb nicht nur den Song "Liebesbriefe", sondern gleich ein ganzes Album mit diesem Titel. Am 17. Juli erscheint es online, am 19. Juli (15 Uhr) feiert es auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch in Dresden Premiere.

"Liebesbrief" ist das erste Solo-Album von Enna, die eigentlich Anne heißt, ihren Mann Ludwig (36) samt Gitarre und ihre zwei Kinder (2, 4) liebt. Und wer Enna Miau als Künstlername wählt, liebt auch Katzen. Enna hat aber keine - eine Samtpfoten-Allergie verhindert die Familienerweiterung.

Die studierte Musikwissenschaftlerin, gelernte Arzthelferin und leidenschaftliche Kinderbuchautorin (ennamiau.de) rockte schon in zwei Bands - auf Englisch.

"Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich Lieder auf Deutsch schreibe. Es sollten keine Schlager-Liebesschnulzen sein. Und ich wollte auch nicht so rumheulen wie manch Singer-Songwriter", sagt Enna.

Matcha-Tee und Sommerträume

Zum Gespräch mit TAG24-Reporterin Katrin Koch (r.) kam Enna Miau im blauen Sommerkleid angeradelt.
Zum Gespräch mit TAG24-Reporterin Katrin Koch (r.) kam Enna Miau im blauen Sommerkleid angeradelt.  © Norbert Neumann
Ennas Lieblingsjob: Ein Auftritt mit ihrem Mann Ludwig an der Gitarre.
Ennas Lieblingsjob: Ein Auftritt mit ihrem Mann Ludwig an der Gitarre.  © privat

13 fröhlich-frische Songs hat sie getextet - Worte, die aus dem Mund bester Freundinnen kommen könnten. 

Sieben lagen schon in der Schublade, fünf Lieder sind in der Corona-Zeit entstanden. Über Matcha-Tee und Sommerträume, voller Anstöße und kleiner Alltagsgesten. Den Titelsong nahm Enna wörtlich. 

"Als unsere Kinder wegen Corona nicht in die Kita gehen konnten, haben wir dem Kindergarten einen Liebesbrief gemalt und geschrieben, wie sehr wir die Spielkameraden und Erzieher vermissen."

Titelfoto: Norbert Neumann

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