Dresdner Heavy-Metal-Paten sagen Elbe-Müll den Kampf an

Dresden - Schwere Jungs mit Rauschebart, die so gut Holz hacken, wie sie Luftgitarre spielen können. Sieht so ein Heavy-Metal-Fan aus?

Am 28. März ruft die Stadt zur Reinigung der Elbwiesen auf.
Am 28. März ruft die Stadt zur Reinigung der Elbwiesen auf.  © Ove Landgraf

Muss nicht sein: Die 15 Mitglieder des Dresdner Vereins "Brotherhood of Steel" beweisen das Gegenteil und vor allem viel Herz für ihre Stadt. Zum ersten Mal machen die Metal-Fans beim Frühjahrsputz an der Elbe mit.

"Am 28. März sind wir ab 9 Uhr unterwegs, im Abschnitt Friedrichstadt. Wir sind schließlich ein gemeinnütziger Verein und wollen auch was für unsere Stadt tun", sagt Präsident Clammy (Henry Kromer, 36). Ein Kerl wie ein Baum, mit schwarzer Lederkutte und kurzen Hosen wie AC/DC.

Er stellt schnell klar: "Heavy Metal ist nicht nur was für Männer. Unser 2018 gegründeter Verein ist paritätisch besetzt - Vize ist Crissy."

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Auf der Weste von Christin Lath (36) grinst ein Smiley, bei Josefine Kromer (36) springt vorn ein Einhorn über die Jeansweste, hinten sind Led Zeppelin & Co. aufgenäht.

"Wir sind einfach eine große Familie und alle befreundet, auch mit anderen Clubs. Wir hören gern Metal-Musik, quatschen, grillen, trinken gern ein Bierchen", umreißt Clammy das Vereinsleben der Bruderschaft.

Die Metal-Fans der "Brotherhood of Steel" machen beim Elbeputz mit (v.l.): Josefine Kromer (36), Thomas Resch (44), Henry Kromer (36) und Christin Lath (36).
Die Metal-Fans der "Brotherhood of Steel" machen beim Elbeputz mit (v.l.): Josefine Kromer (36), Thomas Resch (44), Henry Kromer (36) und Christin Lath (36).  © Holm Helis
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Es gibt eine ganz wichtige Regel: Über Politik, Religion und Sexualität wird nicht gestritten

Ergebnis der alljährlichen Putz-Aktion: Viele mit Müll gefüllte Säcke und saubere Wiesen.
Ergebnis der alljährlichen Putz-Aktion: Viele mit Müll gefüllte Säcke und saubere Wiesen.  © Eric Münch

Über Politik, Religion und Sexualität wird nicht gestritten. "Das ist Privatsache. Jeder kann zu einer politischen Demonstration gehen - aber nicht mit unserer Vereinskutte", verweist Clammy auf die wichtigste Regel.

Thomas Resch (44) ist der Älteste in der Truppe, er kommt mit einem coolen Bike angeradelt und ergänzt ein Herzensanliegen: "Einmal im Jahr organisieren wir für eine Nachwuchsband ein Konzert mit allem Drum und Dran - vom Catering bis zur Location."

Letztere ist eine Herausforderung - auch für den Verein, der sich einmal im Monat zur "Mitgliederversammlung" in der Stammkneipe "Mephisto" trifft.

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"Wir suchen nicht nur Auftrittsmöglichkeiten, sondern auch eigene Räumlichkeiten für den Verein. Es muss halt zum Mitgliedsbeitrag von zehn Euro pro Monat passen", sagt Clammy.

Alle weiteren Infos und den Kontakt findest Du unter: www.brotherhoodofsteel.de.

Titelfoto: Fotomontage/Holm Helis/Eric Münch

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