Dresden - Zwei Dresdner Senioren wurden um mehrere tausend Euro betrogen. Die Täter gingen dabei sehr gerissen vor.
Wie die Polizei Dresden mitteilt, klingelten am Freitagnachmittag, gegen 15 Uhr zwei Frauen, die behaupteten Polizistinnen zu sein, bei einer 90-Jährigen in Dresden-Gruna an der Wohnungstür.
Die beiden gaben vor, dass die Tochter der Seniorin einen Verkehrsunfall verursacht habe und deshalb von der Polizei festgehalten werde.
Zur angeblichen Freilassung sei eine Kaution in Höhe von 40.000 Euro erforderlich.
Die Frauen setzten die 90-jährige Seniorin offenbar gezielt unter Druck, sodass diese schließlich Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von rund 40.000 Euro gutgläubig übergab.
Im Verdachtsfall immer die Polizei informieren
Ein weiterer Fall ereignete sich einen Tag später in Klotzsche: Ein 77-jähriger Mann erhielt am Samstagvormittag gegen 11 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Sicherheitsmitarbeiter seiner Bank.
Er täuschte Unregelmäßigkeiten auf dem Konto des Mannes vor und forderte den Senior auf, seine Zugangsdaten preiszugeben, um angebliche Sicherheitsmaßnahmen durchführen zu können.
Der 77-Jährige kam der Aufforderung nach und gab seine Kontodaten weiter. Kurz darauf stellte er erschreckend fest, dass rund 25.000 Euro von seinem Konto unrechtmäßig abgebucht worden waren.
Die Polizei Dresden warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. Betroffene sollten sich weder am Telefon noch an der Haustür unter Druck setzen lassen, keine sensiblen Daten weitergeben und im Zweifel Rücksprache mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen halten.
Im Verdachtsfall sollte umgehend die Polizei informiert werden.
Zudem weist die Polizei darauf hin, dass echte Beamte niemals Bargeld oder Wertgegenstände entgegennehmen und sich stets ausweisen können.