Dresdens Citywache zieht Bilanz: Darf sie weitermachen?

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Dresden - Brennpunkt Wiener Platz: Seit einem Jahr versucht die Citywache, den Kriminalitätsschwerpunkt vorm Dresdner Hauptbahnhof zu entschärfen. Schwerpunkt ist der Ort noch immer, doch nach einem Jahr zeigen sich auch erste Effekte. Darum soll das Projekt jetzt auch weitergeführt werden.

Mit Komplexkontrollen soll die Drogenszene aufgescheucht werden.
Mit Komplexkontrollen soll die Drogenszene aufgescheucht werden.  © Holm Helis

Zuerst sollte die Citywache eigentlich in ein leer stehendes Schnellrestaurant einziehen, landete dann aber am 8. Mai 2025 in der Prager Spitze. "Die Citywache ist mitten im Problem sichtbar am richtigen Ort", sagt Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (62) am Freitag.

"Wir sind auf dem richtigen Weg, den Raum 'Wiener Platz/Prager Straße' für die Dresdner, aber auch die zahlreichen Touristen zurückzugewinnen." Die Statistik gibt ihm dabei in Teilen recht: In den vergangenen zwölf Monaten wurden im Bereich der Citywache 110 Gewaltdelikte festgestellt, zuvor waren es 142.

Damit widerspricht ausgerechnet der Wiener Platz dem bundesweiten Trend der zunehmenden Gewaltkriminalität. Die allgemeine Straßenkriminalität sank sogar von 240 auf 150 Straftaten.

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Demgegenüber mussten die Ermittler trotz der Teillegalisierung von Cannabis einen leichten Anstieg der Betäubungsmittelkriminalität feststellen.

Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (62) sieht erste Erfolge der Citywache.
Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (62) sieht erste Erfolge der Citywache.  © Petra Hornig
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Dealer-Szene soll das Geschäft noch mehr vermiest werden

Matthias Gollan (43) vom Citymanagement schaut mit Sorge auf die Ladendiebstähle.
Matthias Gollan (43) vom Citymanagement schaut mit Sorge auf die Ladendiebstähle.  © Petra Hornig

Auch die Ladendiebstähle machen Händlern zu schaffen: "Das sorgt besonders bei den Mitarbeitern für Ängste", sagt Matthias Gollan (43) vom Citymanagement. "Die Täter sind mittlerweile auch sehr rabiat."

Der Dealer-Szene will man jetzt nicht nur mit der Polizei, sondern auch baulich das Geschäft vermiesen: Die einst als Depots genutzten Pflanzenkübel dienten jetzt als eine Art Tresen für das Milieu: "Bis zum Sommer ist das Problem gelöst", so der Erste Bürgermeister Jan Donhauser (57, CDU).

Auch dunkle Ecken sollen künftig besser ausgeleuchtet werden. Die 135.000 Euro, die die Wache pro Jahr kostet, sollen auch weiterhin fließen.

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Die Polizei wiederum will mobile Kameratürme anschaffen, um damit ausweichenden Kriminellen folgen zu können. Darüber muss aber erst noch der Landtag entscheiden.

Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis, Petra Hornig

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