Nach Feuer-Inferno in Dresden: Neue Details zum mutmaßlichen Täter (57)!

Dresden - Am 18. Dezember kam es am frühen Morgen im Dresdner Stadtteil Omsewitz zu einem folgenschweren Brand. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, darunter auch Kinder (TAG24 berichtete). Die Wohnungen sind unbewohnbar. Nun gibt es weitere Details.

Am 18.12. stand ein Wohngebäude auf der Sanddornstraße in Dresden-Omsewitz in Flammen. 25 Menschen wurden evakuiert.
Am 18.12. stand ein Wohngebäude auf der Sanddornstraße in Dresden-Omsewitz in Flammen. 25 Menschen wurden evakuiert.  © Roland Halkasch

Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Montagmittag bekanntgab, wird gegen Uwe P. (57) aufgrund des Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt.

Bereits am Tag des Geschehens wurde der Mann von der Polizei festgenommen. Er bewohnte die Erdgeschosswohnung des Gebäudes auf der Sanddornstraße 4.

Gegen 0.15 Uhr soll er diese in Brand gesteckt haben. Wie er das tat, ist noch nicht bekannt. Bereits kurze Zeit später stand seine Unterkunft vollkommen in Flammen. Das Feuer breitete sich schnell aus und griff auf die anderen Wohnungen über.

Das gesamte Haus musste evakuiert werden, 25 Personen waren betroffen. Der mutmaßliche Brandstifter hatte selbst die Feuerwehr alarmiert.

Zehn Personen wurden von Rettungskräften behandelt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Darunter befanden sich auch drei Kinder. Sie hatten Rauchgas eingeatmet.

Uwe P. sitzt in einem psychiatrischen Krankenhaus

Noch am Tag des Brandes wurde der mutmaßliche Brandstifter Uwe P. (57, l) abgeführt.
Noch am Tag des Brandes wurde der mutmaßliche Brandstifter Uwe P. (57, l) abgeführt.  © Ove Landgraf

Am Samstag, den 19. Dezember, verließ auch der letzte Geschädigte das Krankenhaus. Alle Wohnungen des Hauseinganges sind durch den Brand derzeit unbewohnbar.

Die Mieter wurden in Hotels verlegt oder kamen bei Bekannten unter. Wann sie wieder zurückkehren können, ist noch unklar. Der Sachschaden beträgt knapp eine halbe Million Euro.

Am 18. Dezember wurde ein Unterbringungsbefehl des 57-Jährigen erlassen. Er muss diesen in einem psychiatrischen Krankenhaus absitzen. Zum Tatvorwurf schweigt Uwe P.

Die Staatsanwaltschaft Dresden geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter an einer psychischen Krankheit leidet. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass er zum Tatzeitpunkt schuldunfähig oder vermindert schuldfähig war.

Die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft dauern derzeit an. Diese werden auch noch einige Zeit in Anspruch annehmen.

Titelfoto: Bildmontage/Ove Landgraf & Roland Halkasch

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