Streit in Linie 12 endet mit brutaler Messer-Attacke: Anklage erhoben

Dresden - Die beiden Rechtsextremen Philipp J. (26) und Tony S. (35) hörten am 28. Oktober 2025 in der Straßenbahn laut rechtsextreme Musik. Als ein Tunesier (35) sich daran störte, soll Philipp J. mit einem Küchenmesser auf ihn losgegangen sein.

Der mutmaßliche Messerstecher Philipp J. (26) befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
Der mutmaßliche Messerstecher Philipp J. (26) befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.  © Steffen Füssel

Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

16.30 Uhr in der Linie 12: Während die meisten wohl von der Arbeit wiederkamen, waren Tony S. und und Philipp J. schon ordentlich betrunken, ließen rechtsextreme Musik lautstark durch die Wagen plärren.

Mehrere Passagiere forderten die beiden auf, das zu lassen.

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Daraufhin sollen sie ein Lied mit dem Refrain "Ausländer raus!" abgespielt haben. Mit einem Tunesier kam es daraufhin zum Streit, der schnell handgreiflich wurde.

Doch plötzlich soll Philipp J. ein Küchenmesser gezogen, den Mann in den Halsbereich und in den rechten Oberarm gestochen haben.

Philipp J. ist der Justiz bereits bekannt

Der Messerangriff ereignete sich im Oktober in einer Straßenbahn der Linie 12. (Symbolbild)
Der Messerangriff ereignete sich im Oktober in einer Straßenbahn der Linie 12. (Symbolbild)  © xitepress

"Infolge der Tathandlung wurde der Beschuldigte leicht von seinem Begleiter zurückgehalten und gab weitere Tathandlungen dann augenscheinlich freiwillig auf", sagt Staatsanwältin Rebecca Gahse (27) gegenüber TAG24. Schockierte Passagiere riefen die Polizei. Diese konnte Tony S. mit 3,2 Promille in der Baluschkestraße, Philipp J. mit 2,6 Promille in der Wernerstraße festnehmen. Auch bei der Festnahme skandierten sie rechtsextreme Parolen.

Nach Auswertung der Überwachungskamera-Bilder wurde Tony S. wieder freigelassen, da er an der Messerstecherei nicht beteiligt war.

Für Hitlergrüße aus dem Fenster hatte er allerdings bereits 2024 eine Geldstrafe kassiert. Philipp J. landete in Untersuchungshaft. Er ist der Justiz bereits bekannt, weil er eine Frau mit seinem Gipsarm verprügelt hatte.

zuletzt aktualisiert: 16.06 Uhr

Titelfoto: Steffen Füssel

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