Der Velo-Mann Steffen Stiller zeigt uns seine Fahrrad-Schätze

Weinböhla - Drahtesel sind sein Leben: Steffen Stiller (57) aus Weinböhla sammelt seit Jahrzehnten Fahrräder, ist von historischen Modellen angetan. 

Im Oktober soll die Fahrraderlebniswelt "Velocium" in Weinböhla eröffnen.
Im Oktober soll die Fahrraderlebniswelt "Velocium" in Weinböhla eröffnen.  © Eric Münch

Auf seinem Hochrad fuhr er zu Wettkämpfen, aber auch mal einkaufen. Einige seiner Schätze werden nun in einem neuen Fahrrad-Museum ausgestellt.

Ein originales Laufrad von 1880, ein Tretkurbelrad aus dem Jahr 1868 oder auch ein italienisches Militärrad von 1924: Mehr als hundert Fahrräder aus allen Epochen hat sich Stiller über die Jahre zugelegt. 

Den hauptberuflichen Dienstleister für Instandhaltung faszinieren vor allem Hochräder. "Die Art zu fahren ist einfach was anderes", erklärt er. In den 90er-Jahren fuhr er sogar Wettkämpfe mit, wurde in Prag Vize-Weltmeister. 

Zum Einkaufen in den Supermarkt fährt er heute aber nicht mehr hoch zu Rad. Er beschränkt sich auf Ausfahrten mit dem Radfahrerverein Weinböhla auch bei Festen. 

Wie vor Jahrzehnten grüßen und winken ihm Passanten dann zu. Sieben Mal stürzte er vom Hochrad, für seine Karriere eine starke Bilanz.

In seiner freien Zeit schraubt Stiller in seiner Werkstatt, restauriert historische Räder, poliert auch 100 Jahre alte Petroleum-Lampen auf. 

Geklaut wurde ihm noch nie eines, auch nicht sein Cross-Bike, das er im Alltag nutzt. 

Ein Blickfang: Steffen Stiller (57) aus Weinböhla auf seinem geliebten Hochrad.
Ein Blickfang: Steffen Stiller (57) aus Weinböhla auf seinem geliebten Hochrad.  © Eric Münch
Der Velo-Spezialist restauriert historische Räder mitsamt Zubehör wie diese alte Radlampe.
Der Velo-Spezialist restauriert historische Räder mitsamt Zubehör wie diese alte Radlampe.  © Eric Münch

Radler-Freunde können bald Dutzende Drahtesel erleben, darunter einige aus Stillers Sammlung: Im Oktober soll in Weinböhla in der Tenne die neue Fahrraderlebniswelt "Velocium" eröffnen. 

Die von Freistaat und Bund geförderten Arbeiten für Gebäude-Sanierung und Museum kosten rund 1,4 Millionen Euro. Besucher sollen über interaktive Fahrrad-Puzzle und Co. auch einiges vom Laufrad bis zum E-Bike lernen können. 

Titelfoto: Eric Münch

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