Dresden - Könnten vor Schulen in Dresden schwarz-rot-goldene Flaggen wehen? CDU, FDP und Freie Bürger wollen das prüfen lassen. Sogar die SPD kann sich dafür erwärmen - unter einer Bedingung.
In einem Ersetzungsantrag fordern sie an oberster Stelle: OB Dirk Hilbert (54, FDP) solle die "Demokratiepädagogik" ausbauen.
Etwa Schülervertretungen stärken oder Schulen "mit herausragender demokratischer Schulkultur" ein Demokratie-Siegel verleihen.
"Demokratie entsteht nicht durch den Stoff am Mast, sondern durch demokratische Beteiligung und Bildung", erklärt SPD-Fraktionschefin Dana Frohwieser (49). Es brauche "echtes Engagement", keine Symbolpolitik.
Ganz abgeneigt ist die SPD der Flaggen-Idee trotzdem nicht.
"Wir wollen aber keine Dauerbeflaggung, nur das Hissen zu besonderen Anlässen", betont Frohwieser.
Ein praktisches - und teures - Problem bleibt: An 134 (von 149) Dresdner Schulen müssten erst einmal Fahnenmaste oder Wandhalterungen nachgerüstet werden.