Skandal um Star-DJ "AVAION": Erste Veranstalter reagieren auf heftige Vorwürfe
Dresden - Schwere Vorwürfe gegen Star-DJ Christopher Stein alias "AVAION". Eine Frau, die angibt, die Ex-Partnerin des Musikers zu sein, erhebt auf Instagram und in einem über einstündigen YouTube-Video schwere Vorwürfe gegen den Künstler.
In dem am Dienstag veröffentlichten Beitrag spricht sie unter anderem von sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt, der sie durch den DJ ausgesetzt gewesen sein soll.
Zudem versucht sie, ihre Aussagen im Video mit zahlreichen Belegen, darunter Chats, Dokumente, Aussagen und weitere Inhalte, die ihre Darstellung stützen sollen, zu untermauern, und fordert: "Keine Bühne für Täter."
Die Anschuldigungen sorgen inzwischen auch bei Veranstaltern für Reaktionen. Das Electric Love Festival, das größte Electronic-Music-Festival Österreichs, strich seinen Auftritt im Juli.
Ähnlich reagierte das Flex Wien: Dort wurde ein für den 14. Mai geplantes Konzert abgesagt. Zur Begründung hieß es: "Wir verurteilen jede Form von Gewalt ausdrücklich."
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Christopher Stein zeigt sich bestürzt über die Vorwürfe
Das Stromwerk in Dresden, in dem AVAION am 26. September 2026 auftreten soll, wartet dagegen noch ab, teilte auf Instagram mit: "Wir nehmen solche Themen sehr ernst und verfolgen die Situation aufmerksam. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns keine gesicherten Informationen oder bestätigten Erkenntnisse vor, die eine abschließende Bewertung erlauben."
Sollten sich belastbare Entwicklungen ergeben, werde man die "Position entsprechend anpassen", heißt es weiter.
Am Mittwochabend meldete sich Christopher Stein schließlich selbst auf Instagram zu Wort: "Ich bin bestürzt über die gegen mich erhobenen Vorwürfe. Die Situation belastet mich sehr, und mir ist bewusst, dass viele von euch eine Stellungnahme erwarten." Er kündigte an, sich zu den Vorwürfen noch äußern zu wollen.
TAG24 hat das Management von AVAION um eine Stellungnahme gebeten - bislang ohne Rückmeldung.
Titelfoto: Montage: Robert Jentzsch / PR, PR/Thilo Lehnert, Screenshot/Instagram/stromwerkdresden

