Nach riesigem Erfolg im letzten Jahr: Filmnächte sollen verlängert werden!

Dresden - Die Filmnächte am Dresdner Elbufer begeistern jedes Jahr hunderttausende Besucher. Nachdem im letzten Jahr der Zuschauerrekord vom Vor-Corona-Jahr 2019 sogar noch übertroffen wurde, berät der Stadtrat jetzt über eine zeitliche Verlängerung im kommenden Sommer.

Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) legte den Vorschlag zur Verlängerung beim Stadtrat vor.
Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) legte den Vorschlag zur Verlängerung beim Stadtrat vor.  © Norbert Neumann

Mit stolzen 273.536 Besuchern, die zu Filmen, Konzerten und sonstigen Events kamen, ist der Anreiz das Ganze zu verlängern, sowohl für Stadt als auch Veranstalter umso größer.

Im Sommer 2022 setzten neben neun ausverkauften Filmvorführungen, vor allem die sechs ausverkauften "Kaisermania"-Konzerte, neue Maßstäbe in Sachen Zuschauerzahl.

Um an diese Erfolge anknüpfen zu können, schlug der zuständige Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) vor, wie die SZ berichtete, die Filmnächte um eine ganze Woche zu verlängern. Frühestens Ende März soll die neue Vorlage im Stadtrat beschlossen werden.

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Bereits im Jahr 2018 wurde die Stadt auf CDU-Anfrage vom Stadtrat mit den notwendigen Verhandlungen zwecks einer Verlängerung beauftragt. Die bisherigen 60 Veranstaltungstage sollen demnach auf 67 aufgestockt werden, sodass die Filmnächte eine Woche eher starten könnten. Eine Erhöhung der Konzerte-Anzahl ist jedoch in dem Beschluss nicht vorgesehen.

Mit dem Freistaat Sachsen sowie dem Flächeneigentümer wurde die Verlängerung bereits besprochen. "Dieser hat der Verlängerung um sieben Veranstaltungstage bei weiterhin maximal zwölf Konzerten zugestimmt", erklärt Baubürgermeister Kühn.

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Mit einem ausgeklügelten Konzept sollen die Erfolge bei den Filmnächten in den kommenden Jahren noch übertroffen werden.
Mit einem ausgeklügelten Konzept sollen die Erfolge bei den Filmnächten in den kommenden Jahren noch übertroffen werden.  © Christian Juppe

Der Veranstaltungsbereich an den Elbwiesen ist aufgrund strenger Bestimmungen hinsichtlich Natur- und Lärmschutz, sowie dem Wasserrecht, sehr empfindlich. Wie das Dresdner Umweltamt betont, dürfe sich daher die Zeit der Nutzung nicht erhöhen, da die Wiesen sonst nicht ausreichend Regenerationszeit besäßen.

Hier sollen kürzere Ab- und Aufbauzeiten Abhilfe schaffen, die mithilfe von Bildwandfundamenten, die im Frühjahr 2022 installiert wurden, erheblich schneller vonstatten gehen können.

Bezüglich des Hochwasserschutzkonzeptes hat das Rathaus bislang keine Bedenken, da die Filmnächte im Falle eines zu hohen Wasserpegels so oder so abgebaut werden müssten. Hier würde sie die notwendige Pflicht einfach um sieben Tage verlängern.

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Auch mögliche Probleme des Lärmschutzes sieht die Stadt aufgrund der gleichbleibenden Anzahl an Konzerten gelassen. Zwölf der insgesamt 18 erlaubten "seltenen Veranstaltungen" pro Jahr, die den Spitzenpegel überschreiten dürfen, fallen auf die Filmnächte.

Mitsamt der Verlängerung will die Stadt außerdem die Vertragsgebühren auf jährliche 35.143,54 Euro erhöhen. Ein Nutzungsentgelt, welches die Stadt "unter Berücksichtigung und Würdigung der Werbewirksamkeit der Filmnächte für die überregionale Bekanntheit als angemessen beurteilt".

FDP-Fraktionschef Holger Zastrow (53) hält den Vorschlag für eine "pragmatische Lösung, die man in Dresden sonst selten sieht". Andere Stimmen sehen die geplante Verlängerung ebenfalls als wichtigen Schritt. "Wir unterstützen jeden Plan, der dazu führt, die Filmnächte weiter langfristig für Dresden zu sichern", so CDU-Stadtrat Steffen Kaden (51).

Aus Richtung der Geschäftsführer der Filmnächte gab es bisher keine Reaktion.

Titelfoto: Christian Juppe

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