Besondere Konzerte im Dresdner Kulturpalast: Ovationen im Stehen

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Dresden - Der Kulturpalast erlebte dieser zwei Tage zwei besondere Konzerte - den Auftritt des russischen Pianisten Grigory Sokolov (76) am Freitag und eine Begegnung der Dresdner Philharmonie mit ihrem Composer in Residence, Sir James MacMillan (66), der erstmals als Dirigent vor das Orchester trat, am Samstag.

Sir James MacMillan (66) dirigiert die Dresdner Philharmonie.
Sir James MacMillan (66) dirigiert die Dresdner Philharmonie.  © Oliver Killig

Sokolovs Konzerte gliedern sich nicht, wie im Programmheft notiert, in zwei Konzerthälften, sondern, wie beim Eishockey, in drei Drittel. Sein Zugabenteil ist gewöhnlich und war auch diesmal ein ausladend eigenständiger Konzertabschnitt von sechs Stücken im Zeitmaß einer Dreiviertelstunde.

Davor zu erleben waren Werke von Beethoven (Sonate Nr. 4, Sechs Bagatellen op. 126) und Schubert (Sonate B-Dur D 960). Insgesamt ein fulminanter, virtuoser und ungeheuer erfüllender Abend. Ovationen im Stehen.

Ungewöhnlich und aufwühlend ob der biblischen Durchdringung und des menschenrechtlichen Engagements das Programm "MacMillan und Chor", mit Werken von Arvo Pärt ("Cantus in Memory of Benjamin Britten"), Benjamin Britten ("Sinfonia da Requiem"), Knut Nystedt ("Immortal Bach") und MacMillan ("Os Mutorum", "Ecce Sacerdos Magnus", "Da pacem Domino", "Santos Sagrados").

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Ein Spektrum von Kammerkonzert bis Orchesterkonzert in Großbesetzung wurde dabei durchmessen, im Auftreten von Philharmonischem Chor und Kinderchor, Chorus 116, Kammerchor des Universitätschors Dresden und ffortissibros Männerkammerchor kamen fünf Chöre zum Einsatz, bei Brittens "Sinfonia da Requiem" alle gemeinsam.

Ergreifende Musik. Wieder begeisterter Applaus.

Zwei Konzertabende, unterschiedlich im Charakter und jeder auf seine eigene Art von seltener Exzellenz.

Titelfoto: Oliver Killig

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