Dresden - Der 27. Januar ist ein wichtiges Datum in der deutschen Geschichte, gilt deshalb bundesweit seit 1996 als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In der Schauburg findet aus diesem Grund am heutigen Dienstagabend der "Augen auf-Kinotag" statt, an dem nachgedacht und erinnert werden soll.
Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Unter dem Motto "Wann erhebe ich meine Stimme" lädt die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) 81 Jahre später wieder zum "Augen auf-Kinotag" in sechs deutschen Städten ein - darunter auch Dresden.
Dabei soll sich mit unserer Geschichte auseinandergesetzt und gefragt werden: "Was bedeutet sie für uns heute?"
Im Zentrum des Gedenk-Kinotages steht in diesem Jahr der Kinder- und Familienfilm "Das geheime Stockwerk" von Norbert Lechner. Um 18 Uhr wird es in der Schauburg eine Publikumspremiere geben, bei der unter anderem die Holocaust-Überlebende Renate Aris vor Ort sein wird.
In dem Film reist der junge Karli im Hotel seiner Eltern per Aufzug ins Berlin des Jahres 1938, wo er sich mit einem Schuhputzer und einem jüdischen Mädchen anfreundet und nach und nach das Grauen der damaligen Zeit begreifen muss.
"Das geheime Stockwerk" und Gesprächsrunde in der Schauburg
Nach dem Film moderiert Deutschlandfunk-Korrespondent Alexander Moritz ein Gespräch, zu dem Helene Braun (Jüdische Theologin, angehende Rabbinerin und Influencerin), Ahmad Mesgarha (Schauspieler Staatsschauspiel Dresden) und Tobias Resch (Schauspieler aus "Das geheime Stockwerk") geladen sind.
Aus dem besonderen Anlass erhalten Begleitungen unter 18 Jahre freien Eintritt bei jedem Ticketkauf. Das Angebot gilt nur an der Kinokasse und solange der Vorrat reicht.
Neben Dresden findet der "Augen auf-Kinotag" am Dienstag und Mittwoch auch in Berlin, Erfurt, Frankfurt am Main, Rostock und Stuttgart statt. Es werden 7000 Besucher erwartet.