Mit nichts zu vergleichen: Helene Fischers Tourauftakt im Rudolf-Harbig-Stadion

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Dresden - Wow! Was für eine Show, was für ein Comeback! Was Helene Fischer der Premiere ihrer 360-Grad-Stadiontournee am Mittwoch im Rudolf-Harbig-Stadion bot, sprengt alle Maßstäbe.

Sie kam, sah und schwebte: Helene Fischer (41) bei ihrem Tourauftakt in Dresden.
Sie kam, sah und schwebte: Helene Fischer (41) bei ihrem Tourauftakt in Dresden.  © Robert Michael/dpa

Nach fast dreijähriger Bühnenpause kehrte Deutschlands erfolgreichste Entertainerin mit einer gigantischen Show zurück, die hierzulande nicht ihresgleichen hat. Vor mehr als 35.000 Fans feierte die 41-Jährige den Auftakt ihrer Tournee und 20 Jahre ihrer Karriere. 

Die Bühne nicht in der Stadionkurve, wie üblich, sondern in der Mitte des Spielfelds. Ein gewaltiger Bühnenturm, rund 24 Meter hoch, flankiert von vier riesigen LED-Leinwänden, Laufstegen und vier ausfahrbaren, 15 Meter langen Schwenkarmen sowie Satellitenbühnen, die weit ins Publikum hineinführen. 20 Tänzerinnen und Tänzer, dazu die Band.

An Seilen gezogen fliegt Helene Fischer von der Haupttribüne heran. Sie wirkt von Beginn an gelöst. "Ich wäre heute nicht hier nach 20 Jahren in einem Stadion und dürfte diese Tournee spielen, wenn ihr alle nicht da wärt", sagt sie.

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An anderer Stelle ruft sie den Fans zu: "Dank für 20 Jahre an meiner Seite." Und als der Jubel nicht abebben will: "Ich habe euch so vermisst." Mag sein, dass es einstudiert ist, doch wirkt es echt.

Das Stadion war natürlich randvoll ...
Das Stadion war natürlich randvoll ...  © Eric Münch
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... wegen ihr - Helene Fischer.
... wegen ihr - Helene Fischer.  © Robert Michael/dpa

Klassiker und neue Songs beim Tourauftakt

21 Shownummern waren auf dem Programm.
21 Shownummern waren auf dem Programm.  © Eric Münch

"Eine Premiere ist mit nichts zu vergleichen", schwärmt Fischer. Musikalisch spannt sie den Bogen über ihre gesamte Karriere. 21 Shownummern stehen auf dem Programm, darunter drei Medleys, die verschiedene Karrierephasen miteinander verbinden.

Klassiker wie "Flieger", "Atemlos durch die Nacht", "Herzbeben" oder "Null auf 100" klingen durch die hereinbrechende Nacht. Und zwei neue Songs stellt sie vor: "Warum" und "An meiner Seite". 

Der bewegendste Moment des Abends gehört diesem Lied, "An meiner Seite". Es ist eine gesungene Liebeserklärung an ihren Ehemann, den Akrobaten Thomas Seitel (41), der Teil der Show ist.

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Während Fischer singt, hebt sie gemeinsam mit ihm vom Boden ab. Gesichert an einem Trapez schweben beide in einer Art Lufttanz durchs Stadionrund. Technik, Artistik und Gefühl verschmelzen in diesem Moment. 

Überhaupt setzt die Produktion immer wieder auf spektakuläre Effekte: Flammenwerfer (36 Flammen!), Pyrotechnik, Blitzlichtgewitter. Als der Konzertabend mit den Zugaben "Heute Nacht" und "Phänomen" endet, ziehen pfeifend Raketen über Stadion, zündet ein Feuerwerk, aus 20 sogenannten Stadium Blasters ergießen sich 200 Kilogramm Konfetti auf das Publikum.

Ganz besondere Fan-Momente

Elvis Herbek (44) und Nicole Hieke (36) durften auf die Bühne.
Elvis Herbek (44) und Nicole Hieke (36) durften auf die Bühne.  © Eric Münch

Trotz der Gigantomanie - das ist das wirklich besondere an diesem Abend - verliert Helene Fischer nicht den intimen Kontakt zum Publikum. Das zeigt sich in den Fanmomenten. Eine 21-Jährige, die mit Helenes Liedern aufgewachsen ist, darf zu ihr auf die Bühne und ein Erinnerungsfoto machen. Später werden "Nicki und Elvis" ins Rampenlicht gehoben, die sich kurz zuvor getraut haben.

Mit einem Augenzwinkern spricht Fischer auch über die vergangene Liebe zu Florian Silbereisen.  "Flori und ich“, seufzt sie, als sie das gemeinsame Lied "Schau mal herein" singt. 

Optisch präsentiert sich die Künstlerin gewohnt wandlungsfähig. Fünf glitzernde Bühnenoutfits kommen zum Einsatz – in Rot, Blau, Schwarz, Silber und Gold. Pop-Diva und Revuekönigin ist sie an diesem Abend und wirkt dabei offen, ehrlich, sympathisch und keineswegs abgehoben. 

Die Stimmung zum Auftakt der Show war blendend.
Die Stimmung zum Auftakt der Show war blendend.  © Thomas Türpe

Dann schließt sich der Kreis. So wie sie zu Konzertbeginn gekommen ist, verabschiedet sich Helene Fischer: Sie hebt von der Bühne ab und fliegt zurück in Richtung Haupttribüne. 

Nach zweieinhalb Stunden Show bleibt der Eindruck einer Produktion (Show-Direktor: Omar Sharif Mukhtar, Produktionsleiter: Ray Winkler), die in Deutschland einen neuen Standard setzen dürfte. Das ist kein gewöhnliches Stadionkonzert, sondern ein aufwendig choreografiertes Gesamtkunstwerk aus Pop, Schlager, Musical, Akrobatik und Hightech. Alles in allem: Geil!

Erstmeldung vom 10. Juni 2026, 21.18 Uhr; letzte Aktualisierung vom 11. Juni 2026, 11.57 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe//Eric Münch

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