Entscheidung um stillgelegtes Pumpspeicherwerk gefallen

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Dresden - Zu teuer und zu wenig Nutzen: Das Pumpspeicherwerk (PSW) Niederwartha bei Dresden bleibt stillgelegt.

Das Pumpspeicherwerk Niederwartha geht nicht mehr ans Netz. (Archivfoto)
Das Pumpspeicherwerk Niederwartha geht nicht mehr ans Netz. (Archivfoto)  © Norbert Neumann

Eine Expertenanhörung hat ergeben, dass eine Wiederaufnahme des Betriebs als Stromspeicher "wirtschaftlich unverantwortlich und in einem hohen Maß ineffizient" ist, teilte der Kommunalversorger SachsenEnergie mit.

Die Sanierung oder der Neubau des Werks würde das Doppelte von dem kosten, was für den Bau eines neuen Batteriespeichers mit modernen Technologien nötig wäre.

Besonders nachteilig sei laut SachsenEnergie die topografische Lage des über 90-jährigen Standorts. So betrage die Fallhöhe des Wassers nur 140 Meter und gleichzeitig seien die Triebwasserleitungen mit 1,8 Kilometern sehr lang.

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"Dieses ungünstige Verhältnis von geringer Fallhöhe und langer Triebwasserleitung vermindert den Wirkungsgrad der Anlage massiv, auch bei Einsatz modernster Maschinentechnik", heißt es. Zudem befinde sich das PSW in einem Überschwemmungsgebiet, was einen sicheren Netzbetrieb bei Hochwasser unmöglich mache.

Dresdens Stadtoberhaupt Dirk Hilbert (54, FDP) fokussiert sich auf das Stauseebad und den Hochwasserschutz.
Dresdens Stadtoberhaupt Dirk Hilbert (54, FDP) fokussiert sich auf das Stauseebad und den Hochwasserschutz.  © Holm Helis
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OB Dirk Hilbert (54, FDP) erklärte zur Entscheidung: "Als Landeshauptstadt legen wir unseren Fokus auf den Erhalt des Stauseebades Cossebaude als Badestelle im Dresdner Westen und begleitend die Sanierung des Lotzebachstollens und den Hochwasserschutz vor Ort."

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, Holm Helis

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