Gammel-Hochhaus! Viel Kritik an geplanter Sanierung

Dresden - Die Tage als Schandfleck sind gezählt. Im März soll endlich mit der Sanierung des Gammel-Hochhauses am Pirnaischen Platz begonnen werden.

Die Sanierungs-Pläne für das Gammel-Hochhaus am Pirnaischen Platz stießen nicht auf viel Gegenliebe.
Die Sanierungs-Pläne für das Gammel-Hochhaus am Pirnaischen Platz stießen nicht auf viel Gegenliebe.  © Thomas Türpe

Das kündigte Steffen Funk vom neuen Eigentümer Quarterback Immobilien am gestrigen Freitag in der Sitzung der städtischen Gestaltungskommission an. Dort wurden, nach dem erneuten Eigentümerwechsel zum mittlerweile dritten Mal, die Pläne für das Haus vorgestellt.

Mit denen soll das Gebäude in seine Entstehungszeit zurückgeholt und neu interpretiert werden, wie Architekt Frank Riebe (42) vom Dresdner Büro IGC erklärte.

Doch diese Interpretation stieß teilweise auf wenig Gegenliebe. Größter Kritikpunkt: das Dach. Das soll verlängert werden und hinter viel Glas drei Wohnungen beherbergen.

Dresden: Einige Discos haben Corona nicht überlebt: Stirbt in Dresden die Clubkultur?
Dresden Kultur & Leute Einige Discos haben Corona nicht überlebt: Stirbt in Dresden die Clubkultur?

Das wirke wie ein zusätzliches Geschoss und könne den Canaletto-Blick stören, befürchtet Kommissionsmitglied Wolfgang Lorch. Dies gelte besonders, wenn es nachts beleuchtet ist.

Dass am Fuß des Gebäudes auf zwei Etagen Büroräume entstehen sollen, wofür der jetzt offene Bereich um die markanten V-Stützen verglast werden wird, stört die Experten ebenfalls.

So soll das Hochhaus am Pirnaischen Platz nach der Sanierung aussehen.
So soll das Hochhaus am Pirnaischen Platz nach der Sanierung aussehen.  © QUARTERBACK Immobilien AG

Und auch die Idee, den Flachbau mit dem Lidl-Markt um ein Geschoss aufzustocken, erntete Kritik. Für all das gebe es jedoch eine Baugenehmigung, sagte Funk, der eine Minimierung der Flächen ausschloss.

"Das würde das Gesamtprojekt gefährden. Schon jetzt ist das Haus kein großes Renditeobjekt und jeder Quadratmeter weniger tut weh."

Titelfoto: Thomas Türpe

Mehr zum Thema Dresden Wirtschaft: