Stromladesäulen für E-Mobile: Dresden bremst private Anbieter aus

Dresden - Dresden will Vorzeige-Stadt im Bereich Elektromobilität werden. Bis 2022 sollen 160 Ladepunkte entstanden sein.

Stadtrat Thomas Ladzinski (31, AfD).
Stadtrat Thomas Ladzinski (31, AfD).  © Eric Münch

Der Weg dahin ist steinig, frühestens 2028 könnte der Betrieb der Anlagen wirtschaftlich sein, private Anbieter werden ausgebremst.

Die gute Nachricht für alle Anhänger der E-Mobilität: Momentan wachsen die Stromverkäufe an den durch die DREWAG betriebenen Mobilitätspunkten um den Faktor 1,6. Dennoch bleibt nicht nur der Aufbau, sondern auch der Betrieb der Säulen ein Zuschussgeschäft.

Frühestens 2028, wahrscheinlich jedoch erst ein Jahr später arbeiten die Ladesäulen kostendeckend. Zwei weitere Jahre später könnte dann Geld im laufenden Betrieb verdient werden. Das ergab jetzt eine Anfrage von Stadtrat Thomas Ladzinski (31, AfD). 

Mehr noch: Dresden bremst die Konkurrenz aus. Eigentlich soll die Stadt per Ratsbeschluss aktuelle Regeln so ändern, dass Straßenanlieger unter bestimmten Bedingungen private Ladesäulen vor ihrem Grundstück im öffentlichen Straßenraum betreiben dürfen.

Baubürgermeister wehrt sich

Ladesäulen wie diese rechnen sich noch lange nicht.
Ladesäulen wie diese rechnen sich noch lange nicht.  © Eric Münch

Doch Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne) wehrt sich: "Höchste Priorität haben die Mobilitätspunkte." 

Nur "im Rahmen von Forschungsvorhaben" solle geprüft werden, ob private Anbieter "im begrenzten Umfang" Straßenraum nutzen dürfen. 

"Die Stadt behindert hier private Initiativen, das schadet der Akzeptanz dieser Antriebsart", so Stadtrat Ladzinski.

Titelfoto: Eric Münch

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