Seestraße ist jetzt Fußgängerzone: Was sagen Gastronomen dazu?

Dresden - Die Seestraße in Dresden ist jetzt Flaniermeile! Was Fußgänger begeistert, freut auch Baubürgermeister Stephan Kühn (44, Grüne). Denn der erwartet bei diesem Verkehrsversuch keinen großen Aufschrei von Autofahrern. Doch was sagt eigentlich die Gastronomie zu den vielen neuen Straßenmöbeln?

Mit schwerem Gerät werden auf der "Lebendigen Seestraße" die Bäume aufgestellt.
Mit schwerem Gerät werden auf der "Lebendigen Seestraße" die Bäume aufgestellt.  © Norbert Neumann

Die Stoßrichtung der Verwaltung ist klar: Die Innenstadt soll grüner, fußgänger- und fahrradfreundlicher werden.

"Finden wir super", ist die Meinung von Jens Dzurny (45). Der Geschäftsführer vom Café Prag beteuert: "Wir Unternehmer freuen uns sehr, dass die Seestraße nun verkehrsberuhigt ist. Die Leute nehmen das bislang gut an."

Und tatsächlich: Durch die neuen Bäume (Feldahorn, Kordien), Hochbeete, Sitzgelegenheiten (Parklets) und breiteren Fußwege wirkt die Seestraße wie ein großes Wohnzimmer unter freiem Himmel.

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Das viele Grün sieht nicht nur schön aus, sondern spendet auch noch Schatten und kühlt die 240 Meter lange Verbindungstrasse zwischen Altmarkt und Prager Straße.

Hochbeete schmücken den Straßenrand.
Hochbeete schmücken den Straßenrand.  © Norbert Neumann
Baubürgermeister Stephan Kühn (44, Grüne) will die Innenstadt attraktiver machen.
Baubürgermeister Stephan Kühn (44, Grüne) will die Innenstadt attraktiver machen.  © Thomas Türpe

Bürger können ihre Meinung über Online-Umfrage abgeben

Wo früher Autos fuhren, können jetzt Radler ihren Drahtesel parken.
Wo früher Autos fuhren, können jetzt Radler ihren Drahtesel parken.  © Norbert Neumann

Für Autofahrer (ausgenommen ist Lieferverkehr morgens) bleibt die Straße bis Oktober tabu.

Dann wertet ein Ingenieurbüro mittels Datenerhebung den Versuch aus, Bürger können ihre Meinung über eine Online-Umfrage weitergeben.

Bürgermeister Kühn schielt aber nicht nur auf die ökologische Wirkung der Maßnahme: "Ich wünsche mir auch, dass durch solche Verkehrsberuhigungen langfristig der Leerstand in der Innenstadt reduziert werden kann."

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Insgesamt kostet das Projekt 334.000 Euro. Das Geld kommt aus dem Budget des Stadtbezirksbeirats Altstadt und dem Bundesförderprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren".

Titelfoto: Norbert Neumann

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