DVB-Tickets: Kann der Stadtrat die Preiserhöhung stoppen?

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Dresden - Aktuell kostet eine DVB-Einzelfahrt 2,50 Euro, für eine Monatskarte werden 63,60 Euro fällig. Wahrscheinlich bereits Mitte 2022 droht eine saftige Preiserhöhung.

Knapp zehn Prozent könnten DVB-Tickets im kommenden Jahr teurer werden.
Knapp zehn Prozent könnten DVB-Tickets im kommenden Jahr teurer werden.  © Steffen Füssel

Im "Maximalszenario" werden dann 2,80 für das Einzelticket und 71,20 Euro für die Monatskarte fällig. Die Linken wollen das verhindern.

Demnach soll der Stadtrat OB Dirk Hilbert (50, FDP) per Eilantrag verpflichten, in der Hauptversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) gegen eine mögliche Erhöhung zu stimmen.

Im VVO hat Dresden zwar nur zwölf von 30 Stimmen, jedoch ein großes Gewicht, da der "Schwarze Peter" sonst bei den anderen Landkreisen liegt.

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"Eine nachhaltige Verkehrswende braucht einen gut ausgebauten und für alle bezahlbaren ÖPNV", sagt Linke-Rat Jens Matthis (55). Die Grünen wollen erreichen, dass zumindest Familientageskarte und Abo-Kartenpreise "weitestgehend stabil bleiben".

Die Linke um Stadtrat Jens Matthis (55) will die ÖPNV-Preiserhöhung stoppen.
Die Linke um Stadtrat Jens Matthis (55) will die ÖPNV-Preiserhöhung stoppen.  © Eric Münch
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DVB-Fahrgäste sind sehr zufrieden

Zwölf Stimmen hat OB Dirk Hilbert (50, FDP), wenn im VVO über die nächste Preiserhöhung abgestimmt wird.
Zwölf Stimmen hat OB Dirk Hilbert (50, FDP), wenn im VVO über die nächste Preiserhöhung abgestimmt wird.  © Thomas Türpe

Großer Erfolg für die DVB: Erneut landeten die Verkehrsbetriebe in einem bundesweiten Kundenbarometer auf dem Spitzenplatz der ÖPNV-Anbieter.

Bereits seit 22 Jahren stellen sie sich dem Urteil der Fahrgäste. Der Umfrage zufolge liegt die Gesamtzufriedenheit bei 2,24. Sie ist damit im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und dicht gefolgt von Freiburg, Paderborn und Rostock.

Besonders wichtig war den Bürgern diesmal die Sicherheit in den Fahrzeugen. Die Umfrage war somit geprägt vom zweiten Corona-Jahr. Den Spitzenwert sicherten sich die Dresdner im Punkt "Apps & mobile Informationen für das Smartphone".

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Auch für die Zukunft gibt es bereits Pläne. Der ÖPNV soll bundesweit als Rückgrat für die Verkehrswende fungieren.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel/Thomas Türpe

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