Per App: DVB-Fahrgäste können jetzt vorher sehen, wie voll Busse & Bahnen sind

Dresden - Neuer Service bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB)! Noch bevor Fahrgäste in eine Bahn steigen, können sie jetzt ablesen, ob ein Sitzplatz frei ist. Dieser Schritt zur Digitalisierung stellt die Verkehrsbetriebe vor Probleme.

Projektleiter Christian Gassel (42) zeigt auf den Sensor über der Tür, der die Infos in Echtzeit ins Netz stellt.
Projektleiter Christian Gassel (42) zeigt auf den Sensor über der Tür, der die Infos in Echtzeit ins Netz stellt.  © Ove Landgraf

Ein neuer Sensor oberhalb der Eingangstür in Bussen und Bahnen zählt, wie viele Fahrgäste sich in der Bahn befinden: "Wir haben ab Mai Fahrgastmessungen durchgeführt und nehmen diesen Wert als Grundlage", berichtet Pressesprecher Falk Lösch (57).

Dieser Wert ist live und via App für die Fahrgäste abrufbar: "So kann man im Vorhinein entscheiden, ob man die geplante Bahn nimmt oder vielleicht doch lieber die Bahn drei Minuten später, aber dafür ist ein Sitzplatz garantiert", erklärt Verkehrsmanager Martin Gawalek (46) das neue System für Kunden.

Der Sensor erkennt und zählt Körper, Räder und Kinderwägen, aber erkennt keine Gesichter oder Bewegungsmuster.

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Das Prinzip ist simpel: Die hinzugekommene Anzeige besteht aus drei grauen Figuren, die auf dem Display angezeigt werden.

Mit dem neuen Service der DVB kann man auf dem Handy ablesen, wie ausgelastet die Bahn sein wird, in die man steigen möchte.
Mit dem neuen Service der DVB kann man auf dem Handy ablesen, wie ausgelastet die Bahn sein wird, in die man steigen möchte.  © Norbert Neumann

Mehr als 300 DVB-Fahrzeuge sind mit der neuen Technik ausgestattet

Mehr Entscheidungsfreiheit bei der Bus- und Bahnsuche: Martin Gawalek (46, Management DVB) befördert die Digitalisierung des Fahrgastbetriebs.
Mehr Entscheidungsfreiheit bei der Bus- und Bahnsuche: Martin Gawalek (46, Management DVB) befördert die Digitalisierung des Fahrgastbetriebs.  © Ove Landgraf

Leuchtet eine Figur, bedeutet das 30 Prozent Auslastung. Die mittlere Auslastung geht bis 70 Prozent, und es leuchten zwei Figuren.

"Drei Männchen bedeuten, dass drei Menschen sich einen Quadratmeter teilen und ein Sitzplatz ist unwahrscheinlich", so Projektleiter Gassel.

Insgesamt 330 Fahrzeuge sind bereits mit dem neuen Sensor ausgestattet. Davon 178 Bahnen (91 Prozent) und 52 Busse (81 Prozent).

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Auch die Verkehrsbetriebe profitieren von der neuen Technik: "Die Zahlen werden uns Aufschluss über aktuelle Entwicklungen geben, auf die wir sofort reagieren können", so Projektleiter Christian Gassel (42). Vorausgesetzt, weitere Bahnen und Fachkräfte sind vorhanden.

Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann, Ove Landgraf

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