Dichter Rauch im Eurocity: Dresdner Feuerwehr im Großeinsatz

Dresden - Plötzlich qualmte es im Waggon. Im Eurocity nach Prag kam es am heutigen Samstag zu einem Großeinsatz nach einem Kurzschluss. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

400 Menschen waren an Bord von Eurocity EC 173 von Berlin nach Budapest.
400 Menschen waren an Bord von Eurocity EC 173 von Berlin nach Budapest.  © Marko Förster

Eurocity EC 173 war auf dem Weg von Berlin nach Budapest. Als der Zug gegen 11.30 Uhr nach einem Stop am Dresdner Hauptbahnhof losfuhr, machte sich plötzlich dichter Rauch im Inneren eines Waggons breit.

Besorgte Fahrgäste wandten sich umgehend an das Zugpersonal und die veranlassten sofort einen Notstopp. Großalarm wurde ausgelöst. Man musste vom Schlimmsten ausgehen.

Am Haltepunkt Dresden-Zschachwitz kam der Eurocity zum Stehen, wo sich schon die Feuerwehr mit einem Großaufgebot bereithielt. Die 400 Fahrgäste mussten den Zug zwischenzeitlich verlassen.

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Dann die Entwarnung: Das Feuer war überschaubar und konnte schnell gelöscht werden. Grund war ein Verbindungsstecker, der sich während der Fahrt löste und in Folge einen Kurzschluss ausgelöst hat, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei auf TAG24-Nachfrage.

Verletzt wurde demnach niemand.

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Obwohl das Feuer schnell gelöscht wurde, kam es zu reichlich Einschränkungen auf der Eisenbahnstrecke nach Prag.
Obwohl das Feuer schnell gelöscht wurde, kam es zu reichlich Einschränkungen auf der Eisenbahnstrecke nach Prag.  © Marko Förster

Obwohl die Löscharbeiten zügig beendet wurden, ging es für die Reisenden vorerst nicht weiter.

Man musste während des Einsatzes den Strom von der Oberleitung nehmen und den Zug stromlos machen, hieß es von den Einsatzkräften. Derweil wurden die Gestrandeten auf die übrigen Waggons aufgeteilt.

Für die Dauer des Einsatzes kam es zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr im Dresdner Osten. Auch Züge der S-Bahn waren von der Eurocity-Panne betroffen.

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"Nach Abschluss unserer Maßnahmen wurde die Strecke gegen 13.25 Uhr wieder freigegeben", so der Sprecher.

Der Eurocity der Ungarischen Staatsbahnen konnte im Anschluss seine Reise in Richtung Tschechien fortsetzen. In Decin stand ein Ersatzzug bereit.

Titelfoto: Montage: Marko Förster

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