Dresdner Feuerwehr will Brand löschen: Plötzlich fährt Auto in Einsatzstelle
Dresden - Zwischenfall in Dresden-Übigau! Am Mittwochabend ist ein Auto plötzlich in eine abgesperrte Einsatzstelle gefahren.
Dabei handelte es sich um einen Skoda, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte, wie Polizei-Sprecher Uwe Hofmann (41) gegenüber TAG24 erklärte. Weil Ödland gebrannt habe, sei eine Spur der Washingtonstraße zwischen der Flutrinne und der Lommatzscher Straße stadtauswärts gesperrt worden.
Nach Feuerwehrangaben waren Pylonen und Blitzleuchten aufgestellt. Der Skoda-Fahrer (60) habe dieses Absicherungsmaterial zerstört. "Es entstand ein Schaden von 250 Euro", ergänzt Hofmann. Der 60-Jährige habe eine Anzeige wegen der Verkehrsordnungswidrigkeit erhalten.
Verletzte gab es glücklicherweise nicht.
Für die Feuerwehr war es längst nicht der einzige Vegetationsbrand. So war am Mittwoch etwa auch die Dresdner Heide betroffen – und das sogar zweimal. "Am Abend kam es im Bereich der bereits am Vormittag betroffenen Waldfläche erneut zu einem Brandausbruch auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern", berichtet Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre (46).
Mit Gießkannen, Kübelspritzen, Dunghacken und Schaufelns sowie einem Strahlrohr seien die Flammen bekämpft worden.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Feuerwehr-Kamerad radelt mutmaßlichem Brand-Verursacher hinterher
Ebenfalls im Einsatz war die Dresdner Feuerwehr am Mittwochnachmittag vor dem Deutschen Hygienemuseum. Dort stand Unrat am Lingnerplatz in drei Abfallbehältern in Brand, wobei Passanten mit Wasserflaschen bereits mit dem Löschen begonnen hatten.
Der mutmaßliche Verursacher konnte durch einen Zeugen beschrieben werden. Also machten sich die Kameraden gleich selbst auf die Suche nach ihm, wie Michael Klahre schilderte. "Dabei nutzte ein Kamerad das Fahrrad eines Anwesenden. Die anderen waren zu Fuß unterwegs."
Tatsächlich sei es gelungen, den Tatverdächtigen in der Nähe ausfindig zu machen. Er habe sich ruhig verhalten und sei an die Polizei übergeben worden. "Gegen den 19-Jährigen bestand kein Straftatverdacht, weil die Mülleimer unbeschadet geblieben sind", so Polizei-Sprecher Uwe Hofmann.
Die Feuerwehr erledigte Restlöscharbeiten und rückte nach rund 45 Minuten wieder ein.
Titelfoto: Montage: Holm Helis, Sven Hoppe/dpa

