Dresden - Viel zu tun für die Dresdner Feuerwehr in der Nacht auf Donnerstag! Gleich drei Einsätze warteten auf die Kameraden.
Wie Sprecher Michael Klahre (46) mitteilte, mussten sich die Kräfte zunächst am Mittwoch kurz vor 22.30 Uhr um einen Laubenbrand an der Salzburger Straße in Laubegast kümmern. "Nach ersten Erkenntnissen befanden sich keine Personen in oder unmittelbar an dem Gebäude."
Der Löschangriff sei mit drei Strahlrohren unter Aufbau einer längeren Strecke für die Wasserversorgung erfolgt. "Im Zuge der Nachlöscharbeiten musste die verschlossene Unterkellerung der Gartenlaube gewaltsam geöffnet werden, um weitere Glutnester auszuschließen", so Klahre weiter.
Während der Maßnahmen habe ein Feuerwehrmann über Kreislaufbeschwerden geklagt. "Er wurde umgehend aus dem Einsatz herausgelöst und durch den Rettungsdienst untersucht. Eine weitere medizinische Behandlung war nicht erforderlich."
Die Polizei erklärt zur Ursache, dass Grillkohle in einer Mülltonne neben der Laube entsorgt worden war. Es würden Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung laufen. Der Sachschaden liege bei 8000 Euro.
Rauch im Keller von Pflegeheim
Parallel zum Laubenbrand löste in einem Pflegeheim an der Löbtauer Straße die Brandmeldeanlage aus. Dem Sprecher zufolge berichtete eine Mitarbeiterin von einer Rauchentwicklung im Kellergeschoss.
"In dem betroffenen Raum stellten die Einsatzkräfte eine Verrauchung, jedoch kein Feuer fest. Bei der weiteren Erkundung entdeckten sie an der Außenseite des Gebäudes brennendes Laub in einem Lichtschacht", so Michael Klahre.
Der Rauch sei durch ein gekipptes Kellerfenster in das Gebäude gezogen und habe dort den Rauchmelder ausgelöst. Mit einer Kübelspritze sei der Brand bekämpft und der Keller anschließend belüftet worden.
"Der betroffene Kellerbereich, angrenzende Treppenhäuser sowie ein Bewohnerzimmer wurden kontrolliert und messtechnisch überprüft. Dabei wurden keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen festgestellt", sagt der Sprecher. Die Einsatzstelle sei an die Pflegedienstleitung übergeben worden.
Morgan Plus in Flammen
Am frühen Donnerstagmorgen war die Feuerwehr erneut gefordert. Die Wache Altstadt musste zum dritten Mal ausrücken. Auf der Königsbrücker Straße war kurz vor 4 Uhr ein historisches Auto vom Typ Morgan Plus im Hinterhof eines Wohngebäudes vollständig in Flammen aufgegangen.
Laut Sprecher Michael Klahre gab es deswegen zahlreiche Notrufe. "Das Fahrzeug war offenbar gegen eine Trennwand zwischen zwei Hinterhöfen gerollt. Das Feuer hatte bereits auf dort gelagerte Gegenstände übergegriffen. Zudem war Rauch durch gekippte Fenster in angrenzende Wohnungen gezogen."
Ein Trupp unter Atemschutz habe die Brandbekämpfung aufgenommen. Dafür sei der Aufbau einer rund 80 Meter langen Löschwasserversorgung nötig gewesen. Danach habe die Belüftung der Räume erfolgen können.
Alle Bewohner seien glücklicherweise wohlauf gewesen. Laut Polizei beträgt der Sachschaden rund 50.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittele zur Ursache.