365 Meter hoch! Dresdner errichten erstes Riesen-Windrad

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Dresden - Ein Windrad, fast so hoch wie der Berliner Fernsehturm - und gebaut von einer Dresdner Firma. In Klettwitz in Brandenburg wächst derzeit der GICON-Höhenwindturm in den Himmel, 365 Meter soll er messen. Nur drei Meter trennen ihn vom berühmten Hauptstadt-Wahrzeichen.

Jährlich soll das Windrad rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, genug für etwa 6000 Haushalte.
Jährlich soll das Windrad rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, genug für etwa 6000 Haushalte.  © GICON

Das Projekt ist ein echter Meilenstein für die Energiewende, aber kein größenwahnsinniger Prestige-Bau.

Der Clou steckt nicht im Generator, der mit 3,8 Megawatt Leistung eher im Mittelfeld liegt, sondern in der Höhe: Die Turbine wird auf 300 Meter Höhe installiert - und damit dort, wo der Wind gleichmäßiger und kräftiger weht als näher am Boden.

"Damit schaffen wir neue Möglichkeiten für die grüne Stromproduktion, auch an Standorten mit geringem Windaufkommen", so GICON-Geschäftsführer Jochen Großmann.

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Das Besondere: Statt auf einen Betonriegel setzt man hier auf einen ausfahrbaren Gittermast. Ein Teleskop aus Stahl, das sich bei Bedarf absenken lässt - zur Wartung etwa. Mit über 2000 Tonnen verbautem Stahl und 22.000 Einzelteilen sei der Gittermast ein ingenieurtechnisches Meisterstück.

Inbetriebnahme ist für Sommer 2026 geplant

Diese Art von Konstruktion wird auch beim weltweit höchsten Windrad angewendet.
Diese Art von Konstruktion wird auch beim weltweit höchsten Windrad angewendet.  © IMAGO/Andreas Franke
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Auch der Natur will man entgegenkommen. Fledermäuse, so die Hoffnung, fliegen in dieser Höhe kaum noch, was Kollisionen vermeiden könnte.

Das Ganze ist ein Pilotprojekt, gefördert von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), umgesetzt von GICON. Noch ist das Bauwerk eine Baustelle. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2026 geplant.

Titelfoto: GICON

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