Glatteis-Gefahr in Dresden: Viele Verkehrsstörungen, Schulen schlossen früher

Dresden - Das nass-kalte Wetter und gefährliches Glatteis haben Dresden fest im Griff. Verkehrsteilnehmer müssen besonders vorsichtig sein. Die DVB meldeten zahlreiche Störungen.

Der Linienbus kam aufgrund des Glatteises nicht mehr von der Stelle.
Der Linienbus kam aufgrund des Glatteises nicht mehr von der Stelle.  © xcitepress/Christian Essler

Im Dresdner Norden kam am heutigen Montagnachmittag ein Linienbus auf der spiegelglatten Straße nicht weiter. Auf der Kreuzung Hammerweg und Stauffenbergallee blieb der Bus, der in Richtung Justizvollzugsanstalt unterwegs war, stecken und bewegte sich nicht mehr von der Stelle.

Der Winterdienst rückte kurz darauf an und half, indem er Salz auf der Straße verstreute. Die Polizei sicherte währenddessen die Straße ab. Es kam zu kürzeren Verkehrsbehinderungen auf dem Hammerweg.

Bereits um 6 Uhr teilten die Dresdner Verkehrsbetriebe via Twitter mit, dass in der gesamten Stadt mit Einschränkungen gerechnet werden müsse.

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Um 16.30 Uhr meldete die DVB, dass die Linie 76, die normalerweise von der Justizvollzugsanstalt zum S-Bahnhof Pieschen fährt, den restlichen Tag über in beide Richtungen ausfällt. Schuld war Glatteis auf der Fabricestraße, welches allerdings mittlerweile beseitigt wurde.

Kurz darauf kam die Mitteilung, dass sämtliche Linien im Schönfelder Hochland "bis zum nächsten Betriebsbeginn" nicht mehr verkehren.

Bei den Linien 80 und 81 kam es zu Verspätungen, da auch hier einige Busse mit Glatteis zu kämpfen hatten. Die Linie 80 verkehrt mittlerweile nur noch vom Bahnhof Klotzsche bis zur Haltestelle Gorbitzer Straße.

DVB teilen auf Twitter Störungen wegen Glatteis mit

Noch kein großes Glatteis-Chaos: Dresdner Winterdienst gut vorbereitet

Der Dresdner Winterdienst musste bereits einen Linienbus aus seiner misslichen Lage befreien. Ansonsten waren die Straßen aber relativ ruhig.
Der Dresdner Winterdienst musste bereits einen Linienbus aus seiner misslichen Lage befreien. Ansonsten waren die Straßen aber relativ ruhig.  © xcitepress/Christian Essler

Der Deutsche Wetterdienst hatte für den heutigen Montag eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Das dadurch befürchtete Verkehrschaos ist in Dresden allerdings (bislang) ausgeblieben.

"Ich bin überrascht, aber es gab kaum Unfälle wegen Glätte. Möglicherweise wurden die Straßen im Vorfeld ausreichend gesalzen", sagte ein Sprecher des Sächsischen Verkehrswarndienstes am Nachmittag gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Der Dresdner Winterdienst habe sich auch genau darauf konzentriert, denn das Streuen im Hauptstraßennetz stand an oberster Stelle. Vorrang hatten dabei Höhenlagen, Buslinien und Brücken.

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Ab 14 Uhr stellte die Stadtreinigung zudem jeglichen Betrieb ein und holte auch keinen Müll mehr ab. Die Hauptaufgabe lautete nur noch: Streuen, Streuen, Streuen!

Dresdner Schüler werden früher nach Hause geschickt, Kultureinrichtungen bleiben geschlossen

Auf den Lichterzauber im "Christmas Garden" mussten Besucher am Montag leider verzichten. Die Türen des Schlossparks bleiben geschlossen.
Auf den Lichterzauber im "Christmas Garden" mussten Besucher am Montag leider verzichten. Die Türen des Schlossparks bleiben geschlossen.  © Matthias Rietschel/dpa

Die Schüler der Dresdner Hoga-Schulen in Niedersedlitz mussten am Montag deutlich eher als sonst nach Hause gehen. Grund war auch hier die Angst, dass viele Eltern ihre Kinder aufgrund des anhaltenden Wetters am Nachmittag nicht mehr abholen können.

Auch an anderen Schulen endete der Unterricht vorzeitig. Denn obwohl die Hauptstraßen einigermaßen frei seien, hält der Regen - und damit das Gefahrenpotenzial weiterhin an.

Vereinzelte Kultureinrichtungen schlossen ebenfalls die Pforten. So twitterte beispielsweise die Festung Königstein, dass die Bergfestung "auf Grund der Gefahr von Blitzeis" am heutigen Montag geschlossen bleibt. Besucher müssen auch auf den "Christmas Garden" verzichten, da auch der Schlosspark Pillnitz nicht geöffnet ist.

Erst gegen Abend soll sich die Wetterlage entspannen, sodass morgen alles wieder seinen gewohnten Gang gehen könnte.

Titelfoto: xcitepress/Christian Essler

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