Heute in Dresden: Demo-Montag trifft auf Tag der Einheit

Dresden - Wenig Einigkeit am Tag der Deutschen Einheit: Auf Dresdens Straßen steht am 3. Oktober ein Demo-Marathon an.

Das Bündnis "Haltung zeigen!" ging erstmals im Januar 2022 gegen Gewalt und Hetze in der Pandemie auf die Straße.
Das Bündnis "Haltung zeigen!" ging erstmals im Januar 2022 gegen Gewalt und Hetze in der Pandemie auf die Straße.  © privat

Rechtsextremisten wollten den Tag für sich vereinen, Gegendemonstranten dagegen protestieren. Auch das Pandemie-Leugner-Spektrum ruft zur allmontäglichen Demo auf.

Ab Mittag geht es los: Zwischen 12 und 16 Uhr will die Dresdner AfD eine Kundgebung auf dem Schlossplatz abhalten.

Dagegen regt sich Protest: Eine Gegendemonstration startet 13 Uhr am Alaunplatz und will durch die Stadt bis zur Kundgebung ziehen.

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Pünktlich zum Ende der AfD-Kundgebung um 16 Uhr ruft die rechtsextreme "Heidenauer Wellenlänge" auf die Waldschlößchenbrücke.

Hier soll mit Alexander Markovics (31) ein Mitgründer der "Identitären Bewegung" sprechen, der mittlerweile im Umfeld der NPD aktiv ist, die Theorien Alexander Dugins (60) vertritt, der bereits eine Auszeichnung von Wladimir Putin (69) erhielt.

Parteiübergreifender Widerspruch

Vor zwei Jahren demonstrierte die "Heidenauer Wellenlänge" auf dem "Blauen Wunder".
Vor zwei Jahren demonstrierte die "Heidenauer Wellenlänge" auf dem "Blauen Wunder".  © xcitepress

Dagegen regt sich parteiübergreifend Widerspruch: Das Bündnis "Haltung zeigen!", ursprünglich als Reaktion auf illegale Pandemie-Leugner-Demos, hat sich dafür reaktiviert: "Die Wellenlänge versucht immer wieder, auf neue Themen aufzuspringen", so Anmelder Wolf-Georg Winkler (33).

"Erst waren es Flüchtlinge, dann die Pandemie und jetzt die Energiekrise."

Unterstützt wird die Kundgebung ab 15.30 Uhr an der Brücke von Mitgliedern der CDU, FDP, Grünen, Linken, SPD und Volt.

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Das Redeprogramm stand am Donnerstag noch nicht endgültig fest.

Gegen 19 Uhr wiederum wird von der Lennéstraße aus, wie jeden Montag, ein Demozug aus dem Pandemie-Leugner-Spektrum durch die Stadt laufen.

Titelfoto: xcitepress, privat

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