2650 Kilometer bis ans Schwarze Meer: Extremsportler aus Dresden will Donau durchschwimmen

Dresden - Der Dresdner Extremschwimmer Joseph Heß (39) startet am morgigen Samstag seinen "Donau-Marathon" - in Donaueschingen und Ulm. In die Quelle hüpft er nur, im rund 200 Kilometer entfernten Ulm steigt er tatsächlich im Neoprenanzug in den Strom. Bis zum 7. September will Heß 2650 Kilometer schwimmen, dabei zehn Länder passieren und rund 250 Wasserproben für die Mikroplastik-Kartierung entnehmen.

Fluss-Schwimmer Joseph Heß (39) startet morgen am Donauufer in Ulm.  © Kristijonas Duttke

Elbe (2017, 620 Kilometer) und Rhein (2022, 1232 Kilometer) hat der Wirtschaftsingenieur schon bezwungen. "Ich habe normalerweise einen ganz normalen Schreibtischjob, wo ich acht bis zehn Stunden auf meinen Arschbacken sitze. Da treibt es mich aller paar Jahre raus. Auch um die eigenen Grenzen auszutesten", sagt Heß lachend.

"Ein wissenschaftlicher Gedanke ist natürlich auch dabei. Wir nehmen ganz viele Wasserproben und knallen die dann quasi der EU auf den Tisch." Mit der Ansage: "Bitteschön, saubermachen!"

Im Durchschnitt fünfzig Kilometer - acht bis zehn Stunden - wird Heß täglich in der Donau kraulen.

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Macht bis zu 43.000 Kraulschläge pro Tag, um binnen 60 Tagen vom Schwarzwald bis ans Schwarze Meer zu gelangen.

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Kurzstrecke ist nichts für Extremschwimmer Joseph Heß. Der Dresdner blüht im Wasser erst auf langen Distanzen auf. (Archivfoto)  © Kristin Schmidt
In Ulm hat die Donau eine solche Wassertiefe, dass Heß drin schwimmen kann.  © IMAGO/Hanna Wagner

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Im rumänischen Donaudelta könnte der Sachse mit Pelikanen schwimmen.  © imago/Panthermedia

Heß verbrennt dabei locker 8000 bis 12.000 Kalorien am Tag. Am Ziel wird er vermutlich 15 Kilo leichter als am Start (87 Kilo) sein.

"Besonders herausfordernd - mental und in den Armen - wird es am Eisernen Tor an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien.

Dort wird die Donau auf 150 Kilometer zurückgestaut. Dahinter ist es wie die Fahrt auf einer Autobahn", sagt Heß.

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Eine Crew begleitet den Schwimmer mit Boot, Kajak und Caravan. Frau und Tochter müssen zu Hause in Dresden bleiben. "Auch damit werde ich zu kämpfen haben", gibt Heß unumwunden zu.

Der Extremsportler lässt sich beim Schwimmen von einem Kajak begleiten.  © picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa

Joseph Heß wird von Dokumentarfilmer und Extremradler Markus Weinberg begleitet

Stattdessen heftet sich der Dresdner Dokumentarfilmer und Extremradler Markus Weinberg an Heß' Seite. Sein Film "2850 Kilometer - Invisible" wird die zweimonatige Expedition zusammenfassen, eine Filmtournee ist im Winter geplant.

Wer nicht so lange warten will: Heß füttert täglich seinen Instagram-Kanal joseph_hess.

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