Azoren, Madeira, Nepal: Wie Extrembergsteiger Hartung zum gefragten Reiseleiter wurde

Dresden - Er ist nicht nur weit gereist - sondern auch hoch: Ray Hartung (63) gehörte 1996 zur ersten sächsischen Himalaya-Expedition, die den mit 8849 Metern höchsten Berg der Welt, den Mount Everest, erklimmen wollte - ohne Sauerstoff.

Stolz zeigt Ray Hartung (63) in der Reisekneipe seine beiden Reiseführer.  © Thomas Türpe

Heute arbeitet der Extrembergsteiger als Reiseleiter im Dresdner Unternehmen "schulz aktiv reisen". Wohin er Gäste begleitet, verrät er bei Vorträgen auf der Reisemesse vom 30. Januar bis 1. Februar in der Messehalle 4.

"schulz aktiv reisen" präsentiert sich mit 260 individuellen Reisen (Gruppengröße maximal zwölf Reisende) in 110 Länder. Hartung hat sich als Reiseleiter auf die Azoren, Madeira und Nepal spezialisiert.

"Der Unterschied ist gar nicht so groß, wie viele denken. Die Vegetation ist bis in eine Höhe von 3000 Metern nahezu gleich", lacht Hartung.

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Er muss es wissen. Weit über 50 Mal ist er nach Nepal gereist, Madeira war für sechs Jahre seine Wahlheimat.

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Trekking-Reisen wie durch Nepal liegen im Trend.  © IMAGO/NurPhoto
Erfrischung für Globetrotter: Ray Hartung (r.) mit seinem schwedischen Freund Stefan Johannson 2019 im Chitwan Nationalpark in Nepal.  © privat
2010 in Myanmar: Wie oft Ray Hartung durch den Fluss waten musste, hat er nicht gezählt.  © privat

Hartung erinnert sich noch genau an seinen ersten Einsatz

Tibet im Oktober 2025: Ray Hartung auf dem Lalung La Pass.  © privat

Für beide Regionen hat er Reiseführer geschrieben, die im Trescher-Verlag erschienen sind - Nepal bereits in sechster Auflage. Im Sommer soll der dritte Guide "Portugal - Der Südwesten" an die Algarve und Alentejo einladen.

Seit 1998 arbeitet Hartung als Reiseleiter für die "Schulzis", wie Reisende und 34 Mitarbeiter gleichermaßen liebevoll den Dresdner Reiseveranstalter nennen.

Er erinnert sich noch genau an seinen ersten Einsatz: "Über Umwege erreichte mich die telefonische Anfrage, ob ich eine Wanderung auf Madeira führen könnte."

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Hartung sagt zu und flog quasi postwendend, wenige Tage vor dem Wanderstart, nach Madeira, um sich mit der Route vertraut zu machen. "Denn ich war vorher noch nie auf Madeira gewesen ..."

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