Bräustübel am Körnerplatz gerettet! Erstes Bier soll ab Mai wieder fließen

Dresden - Im Loschwitzer Bräustübel wird wieder angezapft!

Das markante Bräustübel prägt den Loschwitzer Körnerplatz. Gastronom Matteo Böhme (38) will schon im Mai die ersten Biere im neuen Bräustübel ausschenken.
Das markante Bräustübel prägt den Loschwitzer Körnerplatz. Gastronom Matteo Böhme (38) will schon im Mai die ersten Biere im neuen Bräustübel ausschenken.  © Montage: Holm Helis & Thomas Türpe

Der Dresdner Gastronom Matteo Böhme (38, "Zum Gerücht", Hausbrauerei Laubegast) übernimmt das traditionsreiche Haus, gemeinsam mit der 1001 Märchen GmbH (Yenidze).

Das neue Konzept soll ab Anfang Mai umgesetzt werden. "Wir freuen uns sehr, dass wir zusammen den Zuschlag erhalten haben. Wir wollen das Bräustübel für Vereine und Kultur im Stadtteil öffnen", sagt Böhme.

Das Konzept in aller Kürze: Im Erdgeschoss wird ein kleines Stadtcafé samt Bierausschank öffnen, auch regionale Produkte werden angeboten.

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Das Obergeschoss wird als kleines Theater, vor allem durch "1001 Märchen", bespielt.

Die Märchen-Macher mussten voriges Jahr die Yenidze verlassen, weil es in den immer heißeren Sommern dort nicht mehr auszuhalten war.

Matteo Böhme (38) und sein Vater Thomas (59, r.) betreiben bereits die Hausbrauerei Laubegast, an einem neuen Loschwitzer Bier wird getüftelt.
Matteo Böhme (38) und sein Vater Thomas (59, r.) betreiben bereits die Hausbrauerei Laubegast, an einem neuen Loschwitzer Bier wird getüftelt.  © privat
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Betreibt Gastronom Böhme sein Restaurant "Zum Gerücht" weiter?

Im Mai soll feinstes Bier aus der Hausbrauerei Laubegast im Bräustübel ausgeschenkt werden. Aktuell bewirtet Matteo Böhme (38) bereits "Zum Gerücht" (r.).
Im Mai soll feinstes Bier aus der Hausbrauerei Laubegast im Bräustübel ausgeschenkt werden. Aktuell bewirtet Matteo Böhme (38) bereits "Zum Gerücht" (r.).  © Holm Helis

Jetzt der Neustart in der legendären einstigen HO-Gaststätte "Ratskeller" mit Tradition bis ins 19. Jahrhundert. Gastro-Experte Böhme tüftelt bereits mit seinem Vater, dem Brauer Thomas Böhme (59), an einem eigenen Loschwitzer Bier, was vor Ort ausgeschenkt und verkauft werden soll.

Zudem werden im Stadtteil hergestellte Produkte verkauft, die Verträge dazu aktuell geschnürt. Der Name Bräustübel bleibt erhalten, sein "Gerücht" betreibt Böhme weiter. In den nächsten Wochen erfolgt der Innenausbau.

Corona hat den Dresdner bei seinem "Herzensprojekt" nicht abgehalten: Bereits 2009 hatte sich Böhme um das Haus beworben, landete damals aber auf Platz 2. Seit Ende 2017 steht das Gebäude nun leer.

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Das Rathaus ließ das kommunale Eigentum für 75.000 Euro herrichten und suchte in den letzten Wochen per Ausschreibung und Fachjury einen neuen Betreiber. Der ist nun gefunden.

"Ich bin mit der Entscheidung sehr zufrieden", so SPD-Rätin Kristin Sturm (35), die seit Jahren für eine Nachnutzung kämpft.

Titelfoto: Holm Helis & Thomas Türpe

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