Die Hitze! Jetzt fallen wieder kleine Vögel aus dem Nest

Dresden – Die Hitze kehrt zurück. Bis zu 36 Grad sollen es werden – im Schatten! Wer in einer Dachgeschosswohnung lebt, ist schon mal gar nicht zu beneiden. Doch wir Menschen sind nicht die Einzigen, die unter dieser Hitze leiden. Für Schwalben, Mauersegler und Spatzen, die ihre Nester oft ebenfalls direkt unterm Dach bauen, bedeuten die Temperaturen oft den Tod.

"Es ist gefährlich, den Vögelchen Wasser anzubieten", erklärt Stationsleiterin Ronja Fulsche (27).  © Norbert Neumann

"Sobald es mehr als zwei Tage über 30 Grad warm ist, kann es in den Nestern unter dem Dach schnell 50 Grad heiß werden", erklärt Ronja Fulsche (27), Stationsleiterin der Wildvogelauffangstation in Kaditz.

Auf der Suche nach Abkühlung stürzen die noch flugunfähigen Küken aus dem Nest.

"Sollte man einen kleinen Vogel am Boden finden – am besten in einen Karton mit Luftlöchern und Küchenpapier setzen", rät Fulsche.

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Wichtig: Auf gar keinen Fall sollte man den Vögeln Futter oder Wasser geben!

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In der Wildvogelauffangstation in Kaditz werden die Jungtiere wieder aufgepäppelt.  © Norbert Neumann

In Wildvogelauffangstationen werden die Küken wieder aufgepäppelt

In den Brutstätten der Vögel steigt die Temperatur schnell bis über 50 Grad.  © Norbert Neumann

"Gleich im Schnabel befindet sich der Luftröhreneingang. Die Gefahr, dass die Vögel ersticken, ist riesig", erklärt die Stationsleiterin.

Da die jungen Vögel recht schnell abkühlen, wenn sie sich im Schatten befinden, ist also nicht mal eine Schale mit Wasser nötig!

"Nach einem Vogelfund immer einen Spezialisten anrufen", bittet Fulsche.

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In der Wildvogelauffangstation werden die Küken wieder aufgepäppelt. "Wenn sie alt genug sind, lassen wir sie in der Nähe eines Schwarms wieder frei. Von denen lernen sie dann alles Nötige."

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